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Vielleicht eine Fußgängerzone auf Zeit?

VonSimone Pagenkopf

Die Teterower denken über geregelte Bahnen für Passanten und Radfahrer nach. Gar nicht so einfach, ein Konzept dafür auf die Beine zu stellen.

Teterow.Die Sonne lacht und gleich sind mehr Fahrradfahrer unterwegs. In Teterow heißt das aber auch, dass man wieder mehr Obacht geben muss. Werden die Fußwege doch nur allzu gern von Jung und Alt zum Radweg umfunktioniert. Kein Wunder, dass angesichts der Diskussion um das Radwegekonzept wiederholt die Meinung laut wird: Wozu, hier macht doch eh jeder was er will. Soll er aber nicht. Genau deshalb wollen Stadtvertreter und Verwaltung langfristig etwas in puncto Radwege tun, nicht zuletzt mit Blick auf die touristische Nutzung.
Das Fahrradfahren werde durch E-Bikes noch attraktiver, ist Jürgen Paries (SPD/UTF) überzeugt. Er war bereits 2012 mit zwei Leuten in der Stadt unterwegs, an rund 90 Stellen haben sie den Straßenquerschnitt aufgemessen. Was folgte, sind Empfehlungen, wie der Radverkehr geführt werden kann. Darunter sind sensible Punkte wie die Malchiner Straße. Vorschläge stehen im Raum, sie als Fußgängerzone oder als Fahrradstraße auszuweisen (der Nordkurier berichtete). Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich. „Mir wurde zum Beispiel gesagt, das zeitweise über die Sommermonate einzuführen, wenn Geschäfte den Platz auf der Straße auch nutzen können“, so Jürgen Paries.
Da Einwohner bisher nicht zu den Sitzungen der Fachausschüsse kamen, schlägt er vor, das Radwegekonzept noch einmal in einer öffentlichen Veranstaltung, etwa einer Einwohnerversammlung, vorzustellen, damit sich viele dazu äußern. Das liegt auch Fred Nawotke (CDU/FDP) am Herzen. „Wir müssen die Gewerbetreibenden mehr einbeziehen, damit wir nicht etwas beschließen, was ihnen das Wasser abgräbt“, meint er. Die Verwaltung sieht das Konzept als „Fahrplan, nach dem wir in den nächsten Jahren arbeiten können“, so Birgitt Hohenegger vom Stadtbauamt. „Immer unter der Voraussetzung, dass uns dafür finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.“

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