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Wachgeküsst: In den Turm zieht Leben ein

Auch der Wasserturm wird „aufgemöbelt“.  FOTO: Pagenkopf
Auch der Wasserturm wird „aufgemöbelt“. FOTO: Pagenkopf

VonSimone Pagenkopf

Nach einem Architektenwettbewerb ist nun klar, wie das Gebäude in Teterow um- und ausgebaut wird.

Teterow.Der lange Winter hatte die Bauleute ganz schön in Schach gehalten, dennoch sind alle optimistisch, dass die Termine zu halten sind: Im Sommer zieht im einstigen Empfangsgebäude des Teterower Bahnhofs neues Leben ein. Und dann geht es auch gleich weiter mit dem nächsten Sahnestück. Das ist der Wasserturm. Für den hatte die Initiative des Landes M-V „Neues Wohnen in der Innenstadt“ einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Drei Büros reichten ihre Ideen für „Wohnen am Wasserturm“ ein. Überzeugt haben Georg Konermann und Ingo Siegmund die Jury, zu der Vertreter der Stadt Teterow, der Teterower Wohnungsgesellschaft als Bauträger, der Unteren Denkmalschutzbehörde, des Sanierungsträgers, der Rahmenplaner sowie der Vizepräsident der Architektenkammer M-V gehörten.
„Ich freu‘ mich drauf. Das wird toll“, sagt Manuela Hilse, Geschäftsführerin der Teterower Wohnungsgesellschaft, angesichts des Modells. Sie steht praktisch schon in den Startlöchern. Noch in diesem Jahr sollen die Planung erfolgen und die Abrissarbeiten beginnen, so verschwindet zum Beispiel der alte Lokschuppen. In den kommenden zwei Jahren wird das Projekt dann verwirklicht. Danach bekommt der Wasserturm einen Anbau und es entstehen insgesamt fünf Wohnungen. Drei haben eine Verbindung zum Turm, zwei Wohnungen gehen über zwei Etagen, wobei man von der obersten dann auch in den „Kopf“ des Wasserturms gelangt. Es sind übrigens Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen, die hier entstehen, 65 bis 80 Quadratmeter groß. „Wir haben natürlich ein paar Vorgaben gemacht“, bemerkt Manuela Hilse. „Wir müssen ja auch immer die Wirtschaftlichkeit im Auge haben.“ So war für die Architekten, für die der Wasserturm natürlich geöffnet wurde, klar, dass es einen dreigeschossigen Anbau geben soll und dass mehrere Wohnungen einen Zugang zum Turm bekommen. „Das hatten wir auch schon im vergangenen Jahr mit der Landesdenkmalbehörde so abgestimmt“, fügt Manuela Hilse hinzu. Die Initiative „Neues Wohnen in der Innenstadt“ will städtebaulich und architektonisch überzeugende Projekte zugleich für eine Wanderausstellung dokumentieren. Das Wohnen am Wasserturm in Teterow könnte dabei sein.
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s.pagenkopf@nordkurier.de

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