Februar 23, 2012
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Parteien/Bewegungen von Redaktion

Waren die Politiker auf Tauchstation?

Herbert Hoeftaus Wotrum schreibt zum Beitrag„CDU-Politiker will zentralen Standort für Sozialamt in Güstrow“, erschienen in der „Mecklenburger Schweiz“ vom 16. Februar

Die im September 2011 in Kraft getretene Kreisgebietsreform, erarbeitet unter Federführung des von der CDU geführten Innenministeriums, ist als Reaktion auf dem demografischen Wandel und der Finanzsituation der öffentlichen Haushalte erfolgt. Als Bürgermeister einer Gemeinde begrüße ich ausdrücklich diese Reform, mit der Hoffnung, dass es zu deutlichen Einsparungen kommt.
Die Gemeinden im ehemaligen Kreis Güstrow wurden mit einer Kreisumlage von über 50 Prozent (Landesspitze) belastet und müssen in den nächsten Jahren für die angehäuften Millionen an Schulden des Kreises aufkommen.
Ich habe kein Verständnis für Politiker, die im Landtag die Notwendigkeit einer Kreisgebietsreform betonen und später bei Veränderungen je nach Gesprächspartner, sich für den einen oder anderen Standort „stark“ machen.
Wo waren die Kreistagsmitglieder aus dem Güstrower Bereich, als nach der ersten Kreisgebietsreform, die zugesagten Anlaufstellen und Sprechstunden der Ämter in Teterow beseitigt wurden?
Die Konzentration einzelner Ämter und somit die Bearbeitung der Vorgänge an einem Verwaltungsstandort macht durchaus Sinn.
Der Personalrat klagt dagegen, weil man den Beamten und Angestellten die Fahrt an einen anderen Standort nicht zumuten will. Das ist sein gutes Recht.
Nur sehr wenige Bürger werden für diese Klage Verständnis aufbringen, schon gar nicht die Pendler und Mitarbeiter von Firmen, die über Tage von zu Haus und Familie weg sind und dies bei oftmals bedeutend geringerer Entlohnung.
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