Heinz Sonnenberg aus Ivenack zum Artikel„Flüchtlingsheim macht im Juni 2013 dicht”vom 3. Februar:
Das parteipolitische Gezerre um das Jürgenstorfer Asylbewerberheim kann man kaum noch nachvollziehen. Einig sollte man sich schon sein, den Menschen muss geholfen werden. Das ist auch heute eher möglich als 1945, woran ich mich als Kriegsflüchtling noch erinnern kann. Wenn ich das mit heute vergleiche, sind das gegenwärtig fast paradiesische Verhältnisse. Zugegeben, eine 5-Sterne-Hotel-Versorgung ist das nicht. Die Wohnverhältnisse sind wohl auch nicht die besten. Aber das ist doch nicht alles, worauf ein Asylbewerber Anspruch hat. Zu den Leistungen, die gesetzlich geregelt sind, gehören auch Ernährung, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter des Haushaltes, Leistungen bei akuter Erkrankung, Schwangerschaft und Geburt, sonstige Leistungen im Einzelfall, wenn sie zur Sicherung des Lebensunterhaltes oder zur Deckung besonderer Bedürfnisse von Kindern notwendig sind, weiterhin zusätzliche Geldbeträge zur Deckung persönlicher Bedürfnisse des täglichen Lebens. Zu bedenken ist auch, wer das alles erarbeitet und bezahlt. Diese Frage sollte sich wohl in erster Linie der Landesvorsitzende der Grünen, Andreas Katz, stellen, bevor er mit für die Einwohner Jürgenstorfs diskriminierenden Äußerungen an die Öffentlichkeit geht. Mit der immer wieder zu beobachteten Gutmenschen-Mentalität seiner Partei hat er sich hier wohl kaum Freunde gemacht. Die Struktur Jürgenstorfs unter anderem mit Schule, Verkehrsanbindung, Arzt, Vereinen und andere würde so manch anderen Orten auch gut zu Gesicht stehen. Wenn es eine Strafe ist, in Jürgenstorf zu leben, wie es Katz von sich gegeben hat, müssten alle Einwohner sich wohl bald nach einer neuen Bleibe umsehen. Bei der Suche danach wäre sicher Andreas Katz behilflich, wenn er nicht gerade nach neuen absonderlichen beleidigenden Aussagen sucht.