Nordkurier.de

Wohnblock flott gemacht fürs Alter

VonSimone Pagenkopf

Die Teterower Wohnungsgesellschaft stellt sich der demografischen Entwicklung. In der Schillerstraße baut sie gerade einen Aufgang um.

Teterow.Die Gerüchteküche brodelt. Diesmal geht es um die Wohnungsgesellschaft. Sie will verkaufen, einen Wohnblock in der Schillerstraße, wird gewispert. Manuela Hilse, Geschäftsführerin der Teterower Wohnungsgesellschaft (TWG), kann nur den Kopf schütteln. „Wir verkaufen nicht, wir bauen um“, stellt sie klar. Und zwar in der Schillerstraße 20, es ist der letzte Aufgang in der langen Plattenbaureihe.
Die zwölf Wohnungen werden altersgerecht umgebaut. Vier-Raum-Wohnungen werden zu Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen. Ein Zimmer der Vier-Raum-Wohnungen in allen sechs Etagen macht nämlich einem Fahrstuhl Platz. Die Pläne hat Manuela Hilse schon seit längerer Zeit auf dem Tisch. „Wir brauchten aber Vorlauf. Die Wohnungen mussten frei sein, denn solchen Umbau kann man ansonsten nicht durchführen", sagt sie. Also wurde nicht mehr vermietet, wenn Bewohner auszogen, bzw. es wurden Mietern andere Wohnungen angeboten. „Wir möchten ja auch jeden Mieter behalten“, sagt Manuela Hilse.
Mit diesem Modellprojekt stellt sich die Wohnungsgesellschaft der demografischen Entwicklung. Altersgerechte Wohnungen sind auch in Teterow immer mehr gefragt. „Wir haben hier bereits neun Reservierungen“, ist von Manuela Hilse zu erfahren. In den Wohnungen sind alle Schwellen entfernt, Türen und Balkontüren verbreitert, so dass ein Rollstuhl hindurchpasst. Die Zwei-Raum-Wohnungen bekommen im Übrigen noch einen Balkon. In den Drei-Raum-Wohnungen wird zudem aus der einstigen innenliegenden Küche und dem Bad ein großzügigerer Sanitärbereich. Die neue Küche hat dann ein Fenster. Die Arbeiten sind so weit fortgeschritten, dass schon die Maler und Fliesenleger ans Werk gehen können. Zum 1. Juli dieses Jahres sollen die zwölf neuen Wohnungen bezugsfertig sein, blickt Manuela Hilse voraus. Fördermittel hat die TWG für dieses Projekt aus dem Fonds „Altersgerecht Umbauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau bekommen. Wenn die Konditionen so bleiben, könnten in den Folgejahren auch die Nachbaraufgänge umgebaut werden.

Kontakt zur Autorin
s.pagenkopf@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×