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Woldegk sieht Mühlen als Leuchttürme

VonGeorg Wagner

Die Liste des Landkreises mit markanten touristischen Zielen stößt auch im Osten der Region auf Kritik.

Rosenow/Woldegk.Die Liste des Kreises mit „kulturellen Leuchttürmen“ (der Nordkurier berichtete) empfindet WoldegksBürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD)als „zu westlastig“. Er vermisst das Mühlenensemble seiner Stadt ebenso wie das Zollhaus Göhren und die Fachwerkkirche Hildebrandshagen. Deshalb wandte er sich an den Landkreis.
Vor dem Osten schien auch dem Norden des Landkreises bei Bekanntwerden der „Leuchttürme“, dass er vor allem im Vergleich zur Müritzregion viel zu wenig bedacht ist. Kritiken, die dem Leiter des Amtes für Wirtschaft, Tourismus und Kultur, Axel Müller, nicht unbekannt sind. Bereits in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses sollten sie behandelt werden, wurden aber vertagt. Jetzt ging Müller im Wirtschaftsausschuss in Rosenow darauf ein. Die noch auf die Zeit vor der Kreisgebietsreform zurückgehende Liste, versicherte er, sei nicht starr und sie habe auch nichts mit Zuschüssen zu tun. „Wir brauchen einige Objekte, mit denen wir gezielt für die Region werben können.“ Touristen könnten dann vor Ort auf weitere Sehenswürdigkeiten hingewiesen werden. Dafür aber müsse die Zahl der aufgeführten Objekte eingegrenzt werden. „Irgendwo muss Schluss ein“, sagte Müller. „Es kann nicht jedes Zollhaus wichtig sein.“
Vermarktung einzelner herausragender Einrichtungen als Lockmittel, um dann die Besucher weiter zu verteilen, dieser Ansatz fand im Ausschuss weitgehend Anklang. Der Tourismusverband habe schon eine App, die viele kleinere Ziele enthalte, sagte Ausschussvorsitzender Frank Benischke (CDU). Bürgermeister Lode bekam aber Recht. Keine andere Stadt in Deutschland habe eine solche Häufung an Mühlen wie Woldegk.

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