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25 000 kleine Autoteile täglich

Ute Kral gehört zur 38-köpfigen Neubrandenburger Belegschaft des Automobilzulieferers SD GmbH Klaus Hirsch. Der Betrieb produziert weltweit für die Autoindustrie. [KT_CREDIT] FOTO: K.-h. Engel
Ute Kral gehört zur 38-köpfigen Neubrandenburger Belegschaft des Automobilzulieferers SD GmbH Klaus Hirsch. Der Betrieb produziert weltweit für die Autoindustrie. [KT_CREDIT] FOTO: K.-h. Engel

VonKarl-Heinz Engel

Erzeugnisse eines Zulieferers auf dem Datzeberg werden auf dem ganzen Erdball gebraucht.

Neubrandenburg.Welcher Autofahrer macht sich Gedanken über die tausend kleinen Dinge, die unter dem Karosserieblech eines Pkw verborgen sind? Kaum jemand. Ein hiesiger Betrieb, die SD GmbH Klaus Hirsch in der Feldmark 6, stellt ein umfangreiches Sortiment der meist kleinen, aber unerlässlichen Teile her. Das Unternehmen produziert Turboladerzubehör, Schiebedachmechanik, Querlenker- und Windabweiserversteifungen, Leitungsführungen, Thermosensoren und vieles mehr. Außerdem werden Maschinen und Technologien für die Elementefertigung entwickelt. Wie Geschäftsführerin Alexandra Rosenberg, Tochter von Firmengründer Klaus Hirsch, und Disponent Ralf Duwe erklären, verlassen das Werktor täglich 25000 Teile. Benötigt werden die von fast allen bekannten Autobauern zwischen Amerika und Fernost.
Den Betrieb, ein Ableger der Mutterfima im bayerischen Türkheim, gibt es seit 21 Jahren in der Stadt. Anfangs hatte er sein Domizil in der Warliner Straße. 2006 zog er in den frei gewordenen Gewerbekomplex auf den Datzeberg. Der war von einem Bad-Ausstatter errichtet worden. In der Feldmark sind 38 Mitarbeiter zum Teil im Zwei-Schicht-System tätig, in Türkheim 62.
Man habe sich auf dem Markt etabliert, „weil wir Qualitätsarbeit bieten“, sagt Ralf Duwe. Unter einer Million Teilen, die den Betrieb verlassen, darf maximal eins mängelbehaftet sein. „Wir sind TS 16949-zertifiziert, unterliegen damit dem Qualitätssicherungsmanagement der nordamerikanischen und europäischen Autoindustrie“, erläutert Duwe. Fehler würden sich bis ins letzte Glied zurückverfolgen lassen. Wie Alexandra Rosenberg deutlich macht, will der Betrieb die Produktqualität weiter verbessern. Nur so sei man auf dem Markt wettbewerbsfähig.

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red-neubrandenburg@nordkurier.de

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