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Amselkinder im Blumentopf leben gefährlich

Gerhard Oppelt hat die Fütterung der Amseljungen auf seinem Balkon mit der Kamera festgehalten. Seine Frau Christel und er bedauern, dass nur zwei der fünf kleinen Amsel überlebten.  FOTO: privat
Gerhard Oppelt hat die Fütterung der Amseljungen auf seinem Balkon mit der Kamera festgehalten. Seine Frau Christel und er bedauern, dass nur zwei der fünf kleinen Amsel überlebten. FOTO: privat

Burg Stargard.Mit einem Schnabel voller Würmer sitzt die Amsel vor zwei weit aufgerissenen Schnäbeln ihrer Jungen. In sekundenschnelle verschwindet das Futter. Die Amselmutter macht sich sofort wieder auf den Weg, Nachschub zu besorgen. Von ihren Herbergseltern lässt sich Familie Amsel nicht stören. Christel und Gerhard Oppelt im Burg Stargarder Weinbergsweg haben erst nach ihrem Urlaub bemerkt, dass sie Untermieter auf ihrem Balkon haben. Kaum wahrzunehmen, saßen in einem Blumenkasten fünf kleine Amselkinder. „Leider sind nur noch zwei übrig geblieben.“ Das Ehepaar ist ein bisschen traurig, dass drei der Vogeljungen ihre ersten Flugversuche mit dem Leben bezahlten. Zwei Piepmätze fielen durch einen Spalt in der Balkonbrüstung in die Tiefe. Dort lauert schon eine Katze. Ein Junges versuchten die beiden noch zu retten, indem sie es in einem benachbarten Blumentopf in ein Nest taten. Aber die Vogeleltern versorgten es leider nicht mehr.
Christel Oppelt besorgte sich von einer Bekannten ein Buch, um mehr über ihre gefiederten Gäste auf dem Balkon zu erfahren. In dem Büchlein aus dem Jahre 1954 wird berichtet, dass die Amsel- oder Schwarzdrosseln eigentlich scheue Vögel seien. Aber sie würden in der heutigen Zeit mehr und mehr Dorf und Stadt erobern. Auch zur Freude des Burg Stargarder Ehepaares. „Unserem Urenkel haben wir von den fünf kleinen Vögel erzählt“, sagt Gerhard Oppelt. Der Kleine kommt zur Schule und neben all den Geschenken wollen ihm die Urgroßeltern ein Bild vom Nest mit fünf kleinen Vogelkindern schenken.bg

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