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Angehende „Welternährer“ wollen Klischees aufbrechen

Anna Fieth, David Benzin, Britta Krey, Arne Kutschbach, Silvio Witt und Michael Harth verpassen dem Studiengang ein zeitgemäßes Gesicht. [KT_CREDIT] FOTO: I. Nehls
Anna Fieth, David Benzin, Britta Krey, Arne Kutschbach, Silvio Witt und Michael Harth verpassen dem Studiengang ein zeitgemäßes Gesicht. [KT_CREDIT] FOTO: I. Nehls

VonIngmar Nehls

Trecker, Gummistiefel, Kuhscheiße und Latzhose? Von wegen! Der Studiengang Agrarwirtschaft ist vielfältiger und hält mehr Karrierewege bereit als viele Schüler glauben. Mit einer modernen Kampagne soll das Image aufpoliert werden.

Neubrandenburg.„Es gibt sehr viele Klischees über Landwirte und wenig Ahnung davon, was man mit dem Studium alles machen kann“, stellte Silvio Witt bei einer Umfrage unter Neubrandenburger Gymnasiasten fest. Witts Kommunikationsgemeinschaft commandante hat im Auftrag der Hochschule Neubrandenburg eine Kampagne entwickelt, die den Studiengang Agrarwirtschaft zeitgemäß präsentiert.
„Werde Welternährer!“ lautet der Slogan der Kampagne und auch die gleichnamige Internetseite, auf der sich Studieninteressierte über das Angebot des Studiengangs Agrarwirtschaft an der Hochschule Neubrandenburg informieren können. Im Mittelpunkt stehen dabei die Studiengangsbotschafter Arne Kutschbach, Maxi Lachmund, Britta Krey und David Benzin. Sie sollen dem Studiengang ein Gesicht geben und authentisch informieren.
Etwa 40 Prozent der Agrarstudenten an der Hochschule kommen derzeit aus MV, danach folgen Brandenburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Weil die potenziellen Studenten aufgrund der Bevölkerungsentwicklung hier in der Region immer weniger werden, kommt es darauf an, den Studiengang attraktiver zu gestalten und Schüler aus anderen Bundesländern anzuwerben. „Das Netz an Hochschulen und Universitäten, an denen man Agrarwirtschaft studieren kann, ist relativ dicht. Wir befinden uns im Wettbewerb“, sagt Prof. Dr. Michael Harth, zuständig für Landwirtschaftliche Marktlehre und Agrarmarketing. Was Harth als Stärke des Studiengangs ausmacht, ist die Praxisnähe. „Hier kann jeder Student melken“, sagt Harth.
Wie nah die Studenten tatsächlich an der Landwirtschaft sind, soll auch die neue Internetseite zeigen. In der Rubrik „on tour“ zeigen die vier Studiengangsbotschafter, wo sie überall unterwegs sind. Unter „On tape“ finden sich Videoclips, zum Teil von den Studenten eigenhändig aufgenommen. In kleinen Filmchen stellen sich Arne, Britta, Maxi und David auch selbst vor. Ebenfalls zu sehen ist ein Interview mit dem Landwirtschaftsminister Till Backhaus. In der Rubrik „Frage des Monats“ hat Arne bereits beantwortet, ab wann ein weibliches Rind Kuh genannt wird. Diese und auch die anderen Rubriken werden in den nächsten Monaten von den Welternährern mit neuem Content gefüttert.

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i.nehls@nordkurier.de

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