Anleger Nonnenhof: Bürgerinitiative will weiter kämpfen
Von unserem RedaktionsmitgliedBärbel Gudat
Trotz der Entscheidung gegen den Bootsanleger in Bornmühle Ende vergangener Woche wollen sich die Mitglieder der Initiative für Ausgleichs- maßnahmen und damit für einen Neubau ohne Abriss einsetzen.
Gross Nemerow.Während der Hauptausschusssitzung der Neubrandenburger Stadtvertretung Ende der vergangenen Woche wurde vorerst das Ende für den neuen Bootsanleger in Bornmühle verkündet. (Der Nordkurier berichtete). Vorgewarnt sei man schon nach einer vorhergehenden Ausschusssitzung gewesen, gibt der Klein Nemerower Bernd Recknagel, Sprecher der Initiative, zu. Doch die schnelle Entscheidung kam für sie schon sehr überraschend. Den Bootsanleger zu verhindern, das sei nie die Absicht der Initiative gewesen, versicherte er. Erstes Ziel sei die Erhaltung des Anlegers Nonnenhof, bestätigte auch der Neubrandenburger Gerhard Stoll von der Initiative. Als weiteres, wohl längerfristiges Ziel kämpfe man für die Schaffung eines Naturlehrpfades von Nonnenhof nach Wustrow. Hierbei gehe es um die Zugänglichkeit im Sinne des Gemeinwohls und die Schaffung von Naturerfahrungsräumen nach dem Bundesnaturschutzgesetz. „Die Maßnahmen der Initiative richten sich ausdrücklich nicht gegen eine vernunftbegabte Realisierung des Anlegers Bornmühle“, fügte er hinzu. Inzwischen könne die Bürgerinitiative eine autorisierte Berechnung von Austauschflächen für den Eingriff in die Natur vorlegen, die keinen Abriss des Nonnenhofer Anlegers erfordert, sondern eine kurzfristig noch in diesem Jahr zu realisierende Maßnahme enthält. Die Bürgerinitiative Nonnenhof wolle ausdrücklich für die Gemeinde Groß Nemerow und die Stadt Neubrandenburg das Entwicklungsprogramm der Landesregierung für die Entwicklung des ländlichen Raums und seine Förderprogramme nutzen, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhöhen, erläuterte Gerhard Stoll. Nach dem erfolgreichen Aktionstag am 3. Juni waren die Mitglieder der Initiative sehr zuversichtlich. Aber auch nachdem der Hauptausschuss das Aus für Bornmühle verkündet hat, macht die Initiative weiter. Am Sonntag um 10 Uhr treffen sich die Mitglieder und Sympathisanten erneut am Badestrand in Nonnenhof. Natürlich hofft die Bürgerinitiative, dass wieder viele Unterstützer kommen. Außerdem haben die BI-Mitglieder zwei offene Briefe verfasst, die sie an den Neubrandenburger Stadtpräsidenten Günter Rühs, und das Staatliche Amt für Umwelt und Landwirtschaft (StALU) geschickt haben. Diesen beiden Schreiben haben sie die ersten 280 Unterschriften für den Erhalt des Anlegers in Nonnenhof beigefügt. Die Unterschriftenaktion geht ebenfalls weiter, versicherte Bernd Recknagel. Viele Mitglieder sind mit den Listen unterwegs und so habe man binnen kürzester Zeit schon weit über 1000 Unterschriften zusammenbekommen. Eng arbeite man auch mit der Groß Nemerower Gemeindevertretung zusammen. Am Donnerstag werde man die Gemeindevertreter über den aktuellen Stand informieren, so Bernd Recknagel.
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