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Auch für die Genossenschaft lohnt sich die Verwaltung fremder Immobilien

VonSilvio Witt

Die Neuwoba verwaltet nicht nur eigene Immobilien. Auch die Bewirtschaftung fremder Wohnungen lohnt sich.

Neubrandenburg.Nicht zuletzt die Turbulenzen an den Aktienmärkten haben zu einer „Flucht in die Immobilien“ geführt. Schon lange gelten Häuser und Eigentumswohnungen als zukunftsweisende Investition. Damit die Werte aber langfristig gesichert werden können, ist solide Bewirtschaftung unabdingbar.
Seit 20 Jahren bietet auch die Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft e.G. diese Dienstleistung für Dritte an. Gerade in den Anfangsjahren war ein starkes Wachstum in diesem Segment zu verzeichnen, nun hat sich der Markt zwischenzeitlich konsolidiert. „Den Rahmen setzt der Gesetzgeber. Doch nur rein vorschriftsmäßig, so wie es im Wohnungseigentumsgesetz geschrieben steht, kann man keinen Impuls setzen. Als großes Wohnungsunternehmen der Stadt lassen wir daher jahrelanges Wissen und Service in die Verwaltung des Drittbestandes einfließen“, erklärt René Gansewig, Vorstandssprecher der Neuwoba.
Als Beispiel nennt der 41-Jährige unter anderem die umfangreichen Kompetenzen bei Modernisierungen, mit denen die Genossenschaft aufwartet. In einigen Sparten wie dem Rückbau ist man dabei sogar überregionaler Vorreiter. So partizipierten schon Wohnungsunternehmen in M-V oder anderen Bundesländern von den Erfahrungen der Neubrandenburger. In Abstimmung mit den Eigentümern setze man solche Ergebnisse auch in den Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) um, die eben nicht zum eigenen Bestand der Genossenschaft gehören. „Auch was das Thema ‚Älter werden in der eigenen Wohnung betrifft, hat die Neuwoba tiefgreifende Konzepte entwickelt und diese erfolgreich umgesetzt“, verweist Gansewig auf aktuelle Themen der Branche. Solche Maßnahmen trügen auch zu einer wertorientierten Entwicklung der Immobilie bei.
Synergien spielen bei der Fremdhausverwaltung ebenfalls eine Rolle. Große Wohnungsunternehmen können Eigentümer oftmals an günstigeren Konditionen, beispielsweise mit Versicherungsgesellschaften, partizipieren lassen. Das Thema Sicherheit steht auch in punkto Finanzen an erster Stelle: „Wir führen für WEGs stets so genannte ‚offene Fremdkonten’, die vom Vermögen und von der Haftung des Verwalters gegenüber Dritten ausgeschlossen sind“, erklärt Vorstandssprecher Gansewig das Prozedere.
Bei der Neuwoba lädt man alljährlich außerdem zu einem Beiratstag, der Gelegenheit zum Austausch und zur Information bietet. Feuerwehr, Polizei oder Versicherungsfachleute referierten bereits zu diesem Anlass oder luden zu einer Besichtigung ein. „Vertrauen ist weit mehr als Gesetz. Bei uns gilt auch in Bezug auf die Verwaltung fremder Immobilien das menschliche, das genossenschaftliche Prinzip“, fasst es René Gansewig zusammen.

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