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Bagger schafft Raum für Sportanlage

Vonunserem Redaktionsmitglied
Paulina Jasmer

In der Johannesstraße Stavener Straße sind derzeit die Bagger am Werk. Das BIP-Kreativitätszentrum gestaltet den Sport- und Spielplatz neu. Ein Projekt, das über Monate gehen soll.

Neubrandenburg.Der Bagger rattert. Quietschend und stockend umschließt die Schaufel die Erde. Kleine Klumpen bröseln herunter. Die Asphaltdecke in der Stavener Straße ist aufgerissen. Baggerfahrer Frank Hennig und Straßenbauer Jens Wennerström von der Firma FGW Bau Friedland inspizieren den bereits geschaufelten schmalen Kanal. Sie schachten aus, suchen nach Rohren und Kabel, damit neue Leitungen für das Abwasser, Regenwasser und Trinkwassersystem verlegt werden können. Fahrzeuge müssen also aktuell einen Umweg fahren, um zu Einrichtungen in der Stavener Straße zu gelangen (der Nordkurier berichtete).
Edgar Schultz, Geschäftsführer des BIP-Kreativitätszentrum Neubrandenburg gGmbH, erklärt den Grund für die umfassenden Baumaßnahmen in der Stavener Straße, die aufgrund des Frosts erst jetzt – mit drei Wochen Verzögerung – beginnen können: Die Sport- und Freizeitanlage der Schule wird komplett neu gestaltet. Und dafür sind auch die umfangreichen Arbeiten an der Stavener Straße notwendig. Eine Woche müssen die Autofahrer die Einschränkungen voraussichtlich in Kauf nehmen, so Edgar Schultz.
Über sechs Monate an Vorbereitung liegen hinter dem Geschäftsführer und seinen Mitstreitern. Doch als das Vorhaben die städtischen Gremien durchlaufen hatte, sei alles schnell gegangen, sagt er. Durch die Städtebauförderung wird das Projekt mitfinanziert. Aber den Löwenanteil der Gesamtsumme von 600 000 Euro müsse das BIP-Kreativitätszentrum selbst aufbringen. Um es jedoch den Kindern, Eltern, Schülern und auch Anwohnern so schön und annehmlich wie möglich zu machen, lässt sich das Zentrum dieses Vorhaben einiges kosten .- „und dann auch gern“, wie Edgar Schultz betont.
So wird es einen neuen Sportplatz geben, mit vier 60-Meter-Bahnen und auch einer kleinen Stadionrunde von gut 200 Metern. Weitwurf und Weitsprung sollen ebenso möglich sein wie Fuß- und Basketball. „Und kein Projekt ohne Kunst“, wie Edgar Schultz sagt und lächelt. So kommt nahezu mittig auf den Platz, von der Stavener Straße dann auch gut einsehbar, ein kleines Kunstobjekt, was von den Schülern noch gestaltet wird. Dazu bemalen sie zwei Eichenstämme namens BIPO und BIPA, Freunde fürs Leben sozusagen, die die Kinder dann beim Sport und Spielen begleiten. Auch für das Trafohäuschen an der Stavener Straße gibt es schon Visionen der Neugestaltung, so Edgar Schultz. Ein Kunstkästchen soll daraus werden, mit viel Glas, damit Schaulustige von draußen sehen, was die Schüler Kreatives herstellen.
Wichtig ist Edgar Schultz, dass der Sportanlage auch ein Veranstaltungsplatz – zur Stavener Straße hin – angeschlossen werden soll. „Da können die Eltern morgens auch rauffahren und ihre Kinder sicher zur Schule und zum Kindergarten bringen“, sagt er. Diese Fläche kann bei Stadtteilfesten mit genutzt werden, so die Vorstellung.
Edgar Schultz freut sich über den Baubeginn, der sich so lange verzögert hatte. Sorge macht ihm derweil, dass das Vorhaben nicht schnell genug fertig werden könnte, denn zum neuen Schuljahr kommen zwei neue erste Klassen und es werden auch mehr Kita-Kinder erwartet. Geplant ist Ende Juli als Bauende, eine große Eröffnungsfeier ist für Anfang September versprochen.
Aber alles Stück für Stück. Neben den Arbeiten an der Stavener Straße soll vor allem der Gehweg auf dem Schulgelände als erstes fertig sein. Aber noch ist allerdings Geduld gefragt.

Kontakt zur Autorin
p.jasmer@nordkurier.de

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