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Bauern erfreut über feuchten Mai

Was gibt’s denn da? Neugierig drängen sich die Rinder am Weiderand. Bei frischem Futter genießen sie derzeit das Dasein im Freien. [KT_CREDIT] FOTO: Georg Wagner
Was gibt’s denn da? Neugierig drängen sich die Rinder am Weiderand. Bei frischem Futter genießen sie derzeit das Dasein im Freien. [KT_CREDIT] FOTO: Georg Wagner

VonSusann Moll

Nach den ergiebigen Regengüssen vom Wochenende kommen die Hobbygärtner mit dem Rasenmähen gar nicht mehr nach. Die Landwirte freuen sich über den die rasch wachsenden Pflanzen auf den Feldern.

Altentreptow/Burow/Siedenbollentin.„Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun und Fass“, heißt es in einer alten Bauernregel. So profitieren die hiesigen Landwirte im Moment von dem kühlen und feuchten Wetter, während die meisten anderen Menschen sich nach sommerlichen Temperaturen sehnen. Jedoch sollte es auch aus Sicht der Bauern nicht noch kälter werden.
Der Betrieb Burower Gutsmilch hat bereits vor zwei Wochen den Großteil seines Grünfutters geerntet, berichtet Prokurist Frank Kurzhals. Sie bekommen also keine Probleme mit dem aufgeweichten Boden. Der ergiebige Regen am vergangenen Wochenende kommt ihnen bei den anderen Flächen eher zu Gute. Durch die Feuchtigkeit sei der Mais gut aufgelaufen und dem Getreide und dem Raps tue sie ebenso gut. „Auch die Pflanzenschutzmaßnahmen wirken bei diesem feuchten Wetter besser“, erklärt der Burower Landwirt. Nur ein bisschen wärmer könnte es sein, meint Frank Kurzhals. Erreichen die Temperaturen jedoch wie angekündigt wieder 20 Grad am Tag, ist er zufrieden.
„Wir müssen das Wetter nehmen, wie es ist, aber im Moment gibt es keine Katastrophen“, schätzt Hans-Dieter Gabel, Vorsitzender des Bauernverbandes Altentreptow, die Lage ein. Auch er ist der Ansicht, dass das feuchte Wetter der Landwirtschaft eher entgegenkommt. Schließlich gebe es das alte Sprichwort nicht umsonst. Ein heißer und vor allem trockener Mai dagegen würde den Betrieben nicht gut tun. Dies sind auch die Erfahrungen von Frank Kurzhals. In den vergangenen Jahren habe die sogenannte Vorsommertrockenheit viele Probleme mit sich gebracht, erklärt er. Unter diesen haben die Bauern nun nicht zu leiden. Mit 24 Litern pro Quadratmeter habe es in der Region um Altentreptow auch nicht zu viel geregnet, so Gabel.
Auch den Landwirt Hans-Georg Andresen aus Siedenbollentin stört der Regen bis jetzt nicht. Neben der Schweinezucht baut der Betrieb vornehmlich Raps, Getreide und Mais an. Wie Frank Kurzhals sagt auch Hans-Georg Andresen, dass das feuchte Wetter für diese Sorten von Vorteil ist. Jedoch meint er ebenfalls, dass es ein wenig wärmer sein könnte. In der Summe stimmen die Temperaturen jedoch, sodass der Siedenbollentiner Landwirt nur mit einer leichten Verzögerung der Ernte rechnet. So sei es besser, als wenn es plötzlich sehr warm werden würde, sagt Hans-Georg Andresen, denn dann wachsen die Pflanzen zu schnell.

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