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Betriebsausschuss gibt grünes Licht für Bauhof-Neuordnung

Die Mitglieder des Betriebsausschusses der Neubrandenburger Stadtvertretung haben sich in den jetzigen Räumlichkeiten des Bauhofes umgesehen und überzeugen lassen, dass hier investiert werden muss. [KT_CREDIT] FOTO: A. Segeth
Die Mitglieder des Betriebsausschusses der Neubrandenburger Stadtvertretung haben sich in den jetzigen Räumlichkeiten des Bauhofes umgesehen und überzeugen lassen, dass hier investiert werden muss. [KT_CREDIT] FOTO: A. Segeth

VonAndreas Segeth

Das Rathaus will eine halbe Million Euro investieren, um bessere Arbeitsbedingungen für den städtischen Bauhof zu schaffen. Dafür soll ein Grundstück verkauft werden, einige Gebäude sind dem Abriss geweiht.

Neubrandenburg.Die Stadt möchte ihren Bauhof neu ordnen und dafür ordentlich Geld in die Hand nehmen. Bislang ist der Bauhof mit seinen Mitarbeitern auf zwei Standorte verteilt. Einer befindet sich im Eschengrund zwischen Stadtwirtschaft, Obi-Baumarkt und den Kleingärten. Der andere ist zwischen dem Waldfriedhof Carlshöhe und der Lindenhofer Straße gelegen.
Das Rathaus hegt Pläne, das Grundstück im Eschengrund zu verkaufen und den Erlös in einen Neubau in Carlshöhe zu investieren. Das Projekt wurde in dieser Woche den Mitgliedern des Betriebsausschusses vorgestellt.
Am Ende sprachen sich die Abgeordneten einmütig für die Konzentration des Bauhofs an einem Standort aus. Die von ihnen favorisierte Variante sieht unter anderem auch den Abriss des alten, Z-förmigen Verwaltungsgebäudes auf dem Waldfriedhof vor. In dem etwa 1000 Quadratmeter großen Haus sind unter anderem die alte ungenutzte Feierhalle, die Friedhofsverwaltung, ein Blumenladen sowie Unterstellmöglichkeiten für den Bauhof untergebracht. Die Stadt will hier nach einem Abriss nicht selbst neu bauen, erklärte Dirk Schwabe, Leiter des Städtischen Immobilienmanagements. Vielmehr soll eine Neubebauung ausgeschrieben werde, Die Stadt will sich mit der Friedhofsverwaltung einmieten. Der potenzielle Investor könne auch Blumengeschäft und Steinmetz als Mieter gewinnen, um den Neubau zu finanzieren, meinte Schwabe.
Auf dem Areal des gegenüberliegenden Bauhofs in Carlshöhe soll ein altes Heizhaus abgerissen und durch einen 430000 Euro teuren Neubau ersetzt werden. Hier entsteht allerdings kein neues Heizhaus, sondern eine 800 Quadratmeter große Kalthalle, um Fahrzeuge und Gerätschaften unterzustellen. Ein benachbartes Sozialgebäude soll für 100000 Euro teilsaniert werden.
Die für den Abriss vorgesehenen und zu sanierenden Gebäude befinden sich in einem „katastrophalen Zustand“, meinte unter anderem Manfred Riedel (CDU). SIM-Chef Dirk Schwabe begründete das mit der ungeklärten Eigentumslage des Grundstücks in Carlshöhe, die noch bis vor rund drei Jahren für Unsicherheiten sorgte und Investitionen verhindert habe. Gemeinsam mit den geplanten Abrissen sollen die Investitionen insgesamt 510000 Euro kosten – plus die zu erwartende Miete für die Friedhofsverwaltung.

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a.segeth@nordkurier.de

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