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Bischöflicher Besuch beim Künstler

Die Zachower Hans-Jörg Bose und Hans-Joachim Lautenschläger mit Bischof Andreas von Maltzahn, Erzbischof Werner Thissen und Erzbischof Robert Zollitsch (v.l.).  FOTO: privat
Die Zachower Hans-Jörg Bose und Hans-Joachim Lautenschläger mit Bischof Andreas von Maltzahn, Erzbischof Werner Thissen und Erzbischof Robert Zollitsch (v.l.). FOTO: privat

Zachow/Hamburg.„Original-Holzschnitt – vom Künstler gedruckt oder von Ihnen selbst“, mit diesen Worten warb der Zachower Grafiker Hans-Joachim Lautenschläger auf dem 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg um Spenden für die Sanierung des Zachower Kirchturms. Dazu hatte er sich eine rustikale Handdruckpresse besorgt und einen Holzschnitt der Zachower Kirche vorbereitet.
Der Grafiker staunte, als der mecklenburgische Bischof Andreas von Maltzahn vor ihm stand. Bischöflichen Besuch hat der Künstler nicht alle Tage. Von Maltzahn zeigte sich interessiert an der Drucktechnik und ließ sich von Hans-Jörg Bose, dem Vorsitzenden des Zinnober Kulturkreises, über die Sanierungspläne unterrichten.
Die Zachower zeigten sich begeistert vom Kirchentag und die Resonanz auf den gemeinsamen Stand von Kirche und Zinnober Kulturkreis. Erzbischof Thissen, das Oberhaupt des Erzbistums Hamburg, ließ sich dazu hinreißen mit den Stargarder Edelleuten zu tanzen. Selbst Bratwürste erfüllten den Zweck, Geld für die Kirchensanierung einzusammeln. Innerhalb von reichlich vier Stunden grillten Guido und Fabian Petznick aus Burg Stargard fast 700 Würste. Vater und Sohn wurden dabei unterstützt vom Rest der Familie sowie von fast 30 ehrenamtlichen Helfern. Gemeinsam brachten sie Schmalzstullen, selbst gebackenen Kuchen und Apfelsaft aus heimischen Gärten unter das hungrige Volk. Mitglieder der Kirchengemeinde hatten die Aktion mit Spenden unterstützt und zum Erfolg beigetragen. Der Kassensturz am Ende des Abends ergab eine Summe von über 2000 Euro allein aus dem Verkauf der Lebensmittel, mit der Kirchengemeinde und Kulturkreis die Eigenmittel für die Turmsanierung aufstocken können. Wie hoch der Spendenbetrag ist, der sich in dem aufgestellten Opferstock befindet, wird nach dem Kirchentag ausgezählt.nk

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