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Blutdruck von Lebensweise abhängig

Mit Bluthochdruck steigt das Risiko für einen Schlaganfall, Herzinfarkt und andere ernste Gefäßkrankheiten. Fachleute des Klinikums Karlsburg erklären, was man dagegen tun kann.

Karlsburg.„Hypertonieund seine Folgeerkrankungen gehören zu den großen Gesundheitsgefahren unserer Zeit“, betont Dr. Claudia Bischoff. „Denn“, so dieOberärztindes Klinikums Karlsburg vor kurzem bei einem Vortrag vor Interessenten und Betroffenen, „ein nur wenig höherer Blutdruck über dem Normwert von 140/90 verdoppelt bereits das Risiko, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu versterben.“ Für die Herzspezialistin ist aber ebenso klar, dass bei Bluthochdruck nicht nur der Mediziner mit einer medikamentösen Therapie gefragt ist, sondern auch der Patient seinen Beitrag leisten muss. „Die Lebensweise beeinflusst den Blutdruck wesentlich. Schon zehn Kilo weniger Gewicht und so mancher Patient bräuchte weniger Tabletten“, sagte die Ärztin. Sie plädierte dafür, nur so viel Energie durch die Nahrung aufzunehmen, wie verbraucht werde.
Weitere wichtige Grundsätze sind: weniger Salz, in Maßen Alkohol und kein Nikotin. Kaffee sei weniger schädlich als angenommen.Bei Patienten mit sehr schwerem Bluthochdruck,so die Oberärztin, könnte per Katheter eine Nierendenervation eingesetzt werden.
Eine Therapie, mit der im Klinikum Karlsburg in den vergangenen zwei Jahren schon 160 Patienten erfolgreich behandelt wurden. Bei dem Eingriff werden die Stressnerven der Nieren verödet, um so die Fehlregulation des Blutdrucks zu unterbinden. Bei etwa 70 bis 80 Prozent aller Patienten verbesser sich nur wenige Monaten nach der Behandlung der Werte deutlich.

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