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Burow macht keine neuen Schulden

Von unserem Redaktionsmitglied
Denny Kleindienst

Die Bilanz stimmt: Burow hat 2013 einen ausgeglichenen Haushalt. Daran ändert auch eine dringend nötige Straßensanierung nichts, für die die Gemeindevertreter ihre Ausgabenliste kurzerhand noch einmal zusammenstreichen.

Burow.Burows Bürgermeisterin Heidelinde Kurzhals (CDU) fasste den Haushaltsbeschluss noch einmal zusammen, auf den sich die Gemeindevertreter am Mittwochabend geeinigt hatten. „Gesamtbetrag der Kreditaufnahme: Null Euro“, sagte sie. Die Gemeinde Burow wird damit im Jahr 2013 keine neuen Schulden anhäufen. Sie hat einen ausgeglichenen Haushalt. Den größten Anteil daran hat die Solaranlage in Weltzin, deren Investor und Betreiber die Gemeinde ist.
Die Anlage soll, wenn sie einmal in Betrieb ist, einen jährlichen Erlös von 130 000 Euro bringen. Von diesem Wert ausgehend, rechnet Burow 2013 mit einem Plus von
80 000 Euro in der Gemeindekasse. Doch dieser Wert ist noch nicht gewiss. Denn die Solaranlage ist noch nicht am Netz. Je mehr Zeit bis zum Netzanschluss verstreicht, desto weniger Einnahmen werden im laufenden Jahr erzielt. Sicher ist aber, dass die Solaranlage der Gemeinde im kommenden Jahr deutlich höhere Erträge bringt. Ganze 170 000 Euro sollen dann in der Gemeindekasse sein. „Mit diesen Einnahmen wollen wir in den nächsten zwei Jahren unseren Gemeindehaushalt sanieren“, sagte Günther Kurzhals, Mitglied des Finanzausschusses.
Damit dies gelingt, haben die Gemeindevertreter es vermieden, neue Schulden zu machen – auch als sie sich darauf einigten, die Schäden an der Weltziner Straße noch in diesem Jahr zu beheben. Das Vorhaben ist schon länger auf dem Tisch, wurde aber immer wieder aufgeschoben. Im letzten Jahr wurde dann ein Kostenvoranschlag für die Straßenausbesserung eingeholt, der eine Investitionssumme von 21 000 Euro ausgab. Allerdings war die Straßenausbesserung im diesjährigen Haushalt gar nicht vorgesehen.
Um ihren ausgeglichenen Haushalt zu bewahren, gingen die Gemeindevertreter am Mittwoch deshalb im Zuruf-Verfahren die vorgesehenen Ausgaben für 2013 durch und setzten gemeinsam zur Streichung an. Kurzerhand wurden Renovierungsarbeiten am Feuerwehrhaus und Ausbesserungen am Friedhof gestrichen. Dann wurde noch ein kürzlich beschlossener Grundstücksverkauf mit in die Rechnung aufgenommen und fertig war die Finanzierung für die Straßenausbesserung.

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