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Chaotischer Turm entsteht im Unterricht

Künstler für Schüler heißt es von März bis Mai einmal wöchentlich an der Neveriner Grundschule. Malerin Bianka Marschall sucht mit den Knirpsen die Ordnung im Chaos.  FOTO: A. Seidel
Künstler für Schüler heißt es von März bis Mai einmal wöchentlich an der Neveriner Grundschule. Malerin Bianka Marschall sucht mit den Knirpsen die Ordnung im Chaos. FOTO: A. Seidel

VonAnett Seidel

Ein geordnetes Chaos mit schwarzen Händen herrscht an der Neveriner Grundschule. Die Lehrer sehen das Treiben der Jungen und Mädchen mit Wohlwollen.

Neverin.Schwarz sehen die Grundschüler in Neverin und machen sich ans Werk. Denn mit der düsteren Acrylfarbe lassen sich mit Bändern, Tüchern und eben den Händen Muster zu Papier bringen. Daran haben die zehn Jungen und Mädchen aus der vierten Klasse sichtlich Spaß.
Die Neveriner haben sich für das landesweite Projekt des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern gemeinsam mit Malerin Bianka Marschall beworben. Das Bildungsministerium fördert die unterschiedlichen Aktionen im Rahmen der Initiative Kultur gegen Gewalt. Für Neverin hat sich Bianka Marschall das Thema „Chaos und Ordnung“ überlegt und ist jetzt mit den Kindern dabei, eine Installation aus Holzwürfeln zu fertigen, mit der die Schüler ein bleibendes Werk für ihre Bildungsstätte schaffen. Aber von heute auf morgen ist nicht umgesetzt, was sich die Kunstpädagogin und die Schüler überlegt haben.
Einmal wöchentlich treffen sich die „Künstler“ von März bis Mai in der Schule. „Die Collageflächen eines Würfels geben ein quadratisches Format vor, auf dem wir mit Linien, Flächen und Formen experimentieren“, beschreibt Bianka Marschall. Dabei greifen die Schüler zu Walze, Spachtel, Stempel, Papieren, Acrylfarbe und Ölpastellkreiden. Sie experimentieren und fantasieren – Bianka Marschall spricht von einer Ordnung im Chaos, gestaltet mit Linien, Flächen oder auch Symbolen. „Wir haben dafür eine Geheimschrift entwickelt“, erklärt die Kunstpädagogin und verweist auf verschlüsselte Symbole.
Ende Mai soll der Turm aus Würfeln fertig sein und in einer kleinen Schulausstellung vorgestellt werden. Seit 14 Jahren gibt es das Projekt, das Kinder und bildende Künstler gemeinsam auf Entdeckungsreise schickt. Mit den Neveriner Kindern arbeitet Bianka Marschall das erste Mal zusammen. Sie ist mit ihrer Idee an die Schule herangetreten. Gemeinsam haben sich Bildungsstätte und Künstlerin für die Umsetzung des Projektes beworben. Mit Erfolg.

Kontakt zur Autorin
a.seidel@nordkurier.de

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