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Das erste eigene Album mit 15 Jahren

VonNele Kokel

Lars-Peter Blohm alias
Peter Pulse ist noch Schüler, aber auch leidenschaftlicher Musiker. Am Freitag stellt er in Neubrandenburg seine erste CD vor.

Neubrandenburg/Penzlin.Musik macht er schon, seit er sich erinnern kann. In einer musikalischen Familie aufgewachsen, fing Lars-Peter Blohm bereits mit fünf Jahren an, Gitarre zu spielen. Seine ältere Schwester prägte damals seinen Musikgeschmack, erinnert sich der Penzliner, hörte diese doch zu jener Zeit vor allem Led Zeppelin. Inzwischen hört der 15-Jährige von Jazz über R’n’B bis zur klassischen Musik fast alles: „Mich fasziniert, wie verschiedene Musikarten die selbe Sprache sprechen.“
Als Jugendlicher begann er sich dann zunehmend für die elektronische Musik zu interessieren, experimentierte mit verschiedenen Programmen herum und baute ab und zu mal einen „Beat“. Als er vor etwa einem Jahr seinen Freunden seinen ersten Track präsentierte, fanden die es „ganz nett.“ Damit wollte es der Zehntklässler aber nicht belassen und begann im Herbst 2012 die Idee eines Albums zu entwickeln. Unzählige Arbeitsstunden investierte der junge DJ, oft arbeitete er auf der Suche nach passenden Beats bis tief in die Nacht.
Am 14. Juni 2013 wird nun „Back in 24 h“ auf einer Releaseparty im Neubrandenburger Jugendklub Mosaik veröffentlicht. 12 Titel, hauptsächlich aus der Kategorie Elektronik/Techno/House, hat Lars-Peter Blohm unter dem Künstlernamen Peter Pulse darauf zusammengestellt, bei denen er sich auch von persönlichen Erfahrungen leiten ließ. So baute er nach einer Klassenfahrt nach England den Titel „London“, einer Reise im Sommer mit Freunden ist der Titel „Hungary“ zu verdanken.
Für seine DJ-Karriere gab der Penzliner seine musikalische Vielfalt nicht auf, er spielt weiterhin in der Band „OnAir“ und der Schulband des Albert-Einstein-Gymnasiums „Hanghuhn“, die beim letzten Schülerbandcontest im Jahr 2012 einen den 3.Platz erreichen konnte. In der Musikschule lernt Lars-Peter Blohm Klavier, klassische Gitarre und E-Gitarre. Einen Großteil seines Jugendweihegeldes gab er für sein Schlagzeug aus, dieses Instrument bringt er sich bis heute autodidaktisch bei.
Das Geld, das nach dem Schlagzeug-Kauf noch übrig blieb, investierte er jetzt in sein Album. Genau 328 Exemplare wurden in Berlin produziert. Verkauft werden soll der größe Teil auf der Releaseparty in der Neubrandenburger Oststadt, die am Freitag um 19.30 Uhr beginnt. Dann werden auch die Songs das erste Mal offiziell vorgestellt.
An den großen Karrierestart denkt Lars-Peter Blohm deshalb aber noch nicht. In Zukunft würde er gerne regelmäßig auflegen und zumindest in der Region zu einer relativen Bekanntheit aufsteigen. Für die Fertigstellung des Albums musste es sich einer gewissen Selbstdisziplin unterwerfen, doch trotzdem sieht er sich noch als typischen Jugendlichen und hat für die nächste Zeit ganz simple Wünsche. „Bloß keinen Stress. Ich möchte jetzt erstmal den Sommer genießen und vielleicht ein klein wenig Ruhe von meiner eigenen Musik haben.“

Kontakt zur Autorin
red-neubrandenburg@nordkurier.de

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