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Eier-Skandal: Niedersachsen stellt Prüfer auf Prüfstand

Hannover.Niedersachsen zieht Konsequenzen aus dem Schwindel mit falsch deklarierten Eiern aus übervollen Hühnerställen. Mindestens ein zuständiges Prüf-Institut solle seine Zulassung verlieren, berichtet „Der Spiegel“ in seiner jüngsten Ausgabe.
Eine Sprecherin des niedersächsischen Agrar- und Verbraucherministeriums bestätigte: „Es ist richtig, dass wir als Land insbesondere nach dem Überbelegungsskandal einige Zweifel an der Arbeit bestimmter Ökokontrollstellen haben. Wir haben daher uns bekanntgewordene Mängel an die für die Zulassung zuständigen Behörden weitergeleitet.“
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) kündigte außerdem eine Aufstockung staatlicher Öko-Kontrolleure an. Er erklärte: „Auch planen wir im Rahmen des Gesamtkonzeptes zur Verstärkung des Verbraucherschutzes eine personelle Verstärkung der staatlichen Ökokontrolle. Wir wollen mehr Sicherheit für den Verbraucher, dass Biolebensmittel auch nach den Biostandards produziert werden.“ Dem Bericht zufolge hat das Land bei der zuständigen Bundesanstalt für ein Institut schon einen entsprechenden Antrag aus Zulassungsentzug gestellt. Begründung: Seine Inspektionen seien unwirksam gewesen.
Bei dem Skandal waren im Februar Verdachtsfälle wegen millionenfach falsch deklarierter Eier in Niedersachsen und anderen Bundesländern bekanntgeworden. Eier aus Freiland- und Bodenhaltung sowie von Bio-Betrieben vor allem aus Niedersachsen sollen unter Verstößen gegen Vorschriften zur Hühnerhaltung in den Handel gelangt sein. Oft waren demnach in Ställen zu viele Tiere untergebracht.

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