
| Kriminalität |
von Ingmar Nehls
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Nach einer Reihe von Einbrüchen in Eigenheime in der Seenplatte, darunter in Neubrandenburg, Neustrelitz und Podewall, ermittelt die Polizei mit Hochdruck. Zum Teil waren die Täter am hellichten Tag eingedrungen. „Wir gehen davon aus, dass mehrere Tätergruppen unterwegs sind“, sagt Kriminaloberrat Hanno Lüders. Nach entsprechenden Hinweisen rücken auch ausländische Gruppen in den Fokus.
Eine Masche der Einbrecher sei es, an der Tür zu klingeln. Wenn jemand aufmacht, würden sie schnell verschwinden. Öffnet aber niemand, packen die Kriminellen ihre Werkzeuge aus und machen sich an Fenstern und Türen zu schaffen. Die Polizei bittet darum, Auffälligkeiten in der Nachbarschaft schnellst möglich der Polizei zu melden. Im Vergleich zu 2010 sind die Einbrüche in Einfamilienhäuser und Wohnungen im Vorjahr landesweit um etwa 6 Prozent gestiegen. In Neubrandenburg hingegen sei die Zahl um 15 Prozent gesunken. „Das subjektive Sicherheitsgefühl entspricht nicht immer den tatsächlichen Zahlen“, weiß Hanno Lüders und betont, dass die Polizei ihr Möglichstes tut, um die Einbrecher dingfest zu machen.
Über Regentonnen, Balkone und andere Tritthilfen
Die Bürger selbst können aber auch einiges dafür tun, um ihr Heim vor Einbrechern sicherer zu machen, wie Detlef Bönisch von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle der PI Neubrandenburg weiß. Grundsätzlich sollten beim Verlassen der Wohnung alle Fenster und Türen verschlossen werden. „Jedes gekippte Fenster ist von außen schnell und lautlos zu überwinden“, sagt Bönisch. Auch Fenster in der ersten Etage können über Regentonnen, Balkone oder andere Tritthilfen erreicht werden. Am häufigsten würden Einbrecher den Einstieg über Fenster im Erdgeschoss suchen. Diese können mit einem Schraubenzieher aufgehebelt werden, wie Bönisch an einem Modell zeigt.
Schutz gegen das Aufhebeln bieten Fenster mit Verriegelungssystemen mit Pilzkopfzapfen. Abschließbare Fenstergriffe erlauben das Öffnen nach dem Einschlagen der Fenster nicht. Das kann durch Klebefolien verhindert werden. Wer ein Haus neu baut oder neue Fenster einsetzen will, sollte sich mit den Sicherheitsfragen beschäftigen, denn das Nachrüsten sei um ein vielfaches teurer, sagt Bönisch. „Die psychischen Folgen nach einem Einbruch sind oft schwerwiegender als der wirtschaftliche Schaden“, sagt Detlef Bönisch.
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