Februar 23, 2012
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Mecklenburg-Vorpommern von Redaktion

„Einmalige Kosten, aber auf Dauer ein Vielfaches gespart“

Ein Blick auf Burg Stargard vom Luisenplatz aus.  FOTO: Bärbel Gudat
Ein Blick auf Burg Stargard vom Luisenplatz aus. FOTO: Bärbel Gudat
Burg Stargard (nk)  

Noch schwelt in Burg Stargard der Streit ums Personalkonzept. Nachdem die Mitglieder des Amtsausschusses Stargarder Land Ende des vergangenen Jahres dem Burg Stargarder Bürgermeister in dieser Sache ihr Einvernehmen versagt haben, wird das Thema wohl mit der Debatte um den Etat 2012 in der Stadtvertretung wieder aktuell werden. Denn mit dem Haushalt für die Stadt werde auch der Stellenplan beschlossen, darauf weist der Stargarder Bürgermeister Tilo Lorenz (CDU) hin. Mit dem Hinweis, dass zuallererst die Stadtvertretung das Sagen habe, hatten die Amtsausschussmitglieder den Bürgermeister entlassen.

 

Tilo Lorenz glaubt sich seinerseits im Recht, denn seit 2010 liege ein Personal- und Stellenplan entsprechend eines Drei-Säulen-Modelles vor. Damit gliedert sich die Verwaltung in ein Hauptamt, den Bereich Finanzen und in ein Bau- und Ordnungsamt. „Seit ich verantwortlich bin für die Leitung der Verwaltung sowie der Nachfolgeeinrichtungen wurden frei werdende Stellen nicht wieder besetzt“, macht er deutlich. Dieser Auffassung hat des öfteren Stadtvertreter Dieter Lips widersprochen. Er verwies auf zwei Neueinstellungen im Bereich Standes- und im Ordnungsamt.

 

Aufgabenumverteilung war nötig


Nachdem Mitarbeiter in den Vorruhestand gingen, sei es notwendig gewesen bestimmte Aufgaben umzuverteilen, argumentiert der Bürgermeister. Ein normaler Prozess, wie er in Unternehmen jederzeit passiere. Solche Veränderungen, wie nach dem kürzlich beendeten Umzug, würden natürlich Geld kosten, auf Dauer jedoch ein Vielfaches davon einsparen. In der Kernverwaltung spare man im Vergleich zu 2008, als der Zusammenzug der Verwaltungen erfolgte, bis zum Jahr 2018 jährlich 300 000 bis 400000 Euro. Leider nur theoretisch. Das Geld stünde für freiwillige Aufgaben zur Verfügung, wenn das Land nicht gleichzeitig die Zuweisungen zurückfahren würde und Stargard nicht stets „auch höhere Aufwendungen durch die Kreis- und die Stadt-Umland-Umlage zahlen müsste“.

 

Außerdem würden seit der Fusion Betriebskosten von rund 10 000 Euro gespart. „Die Verantwortung für solche Veränderungen liegt beim Verwaltungsleiter“, macht Tilo Lorenz deutlich. Das sei auch bis dato von den Gremien mitgetragen worden und spiegele sich Jahr für Jahr im Haushaltsplan wider, der inklusive Stellenplan beschlossen wurde.(BG)

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