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Einsatz für das Gemeinwohl wird gebührend gewürdigt

Julia Teichmann (links) und Nele Hoeft von der Musikschule Demmin-Altentreptow sorgten für eine feierliche Eröffnung des Bürgerempfangs im Altentreptower Fritz-Reuter-Haus. [KT_CREDIT] FOTOS: Karl-Heinz Engel
Julia Teichmann (links) und Nele Hoeft von der Musikschule Demmin-Altentreptow sorgten für eine feierliche Eröffnung des Bürgerempfangs im Altentreptower Fritz-Reuter-Haus. [KT_CREDIT] FOTOS: Karl-Heinz Engel

Von unserem Mitarbeiter
Karl-Heinz Engel

Das gilt im Großen wie im Kleinen: Ohne ehrenamtliches Engagement funktioniert das Zusammenleben nicht. Die Amtsverwaltung Treptower Tollensewinkel hat deshalb den Einsatz
tüchtiger Stadt- und Land-
bewohner bei einem Bürgerempfang hervorgehoben.

Altentreptow.Es war der erste Bürgerempfang des Amtes Treptower Tollensewinkel, zu dem 19 Gemeinden und die Stadt Altentreptow mit insgesamt 15000 Einwohnern gehören. Amtsausschuss und Verwaltung hatten rund 80 Personen zu der Veranstaltung im Fritz-Reuter-Haus eingeladen.
Menschen, die sich in ihrer Freizeit vielfältig um das Gemeinwohl kümmern. „Sie gehören zu denen, die die Hände nicht in den Schoß legen, sondern tatkräftig handeln“, erklärte Altentreptows Bürgermeister Volker Bartl (CDU). „Sie bringen sich in Kommunalpolitik, Sport, Kultur, Feuerwehr und Kirchgemeinden ein, und dafür gebührt ihnen Dank“, ergänzte Amtsvorsteher Manfred Komesker. Auch Landrat Heiko Kärger (beide CDU) würdigte den Einsatz. Selbst gestalten sei immer besser, als sich durch Dritte gestalten zu lassen, meinte er. In Richtung Kreisgebietsreform-Kritiker machte er deutlich, dass es hilfreicher sei, die Chancen der neuen Strukturen zu erkennen und daraus Entwicklungspotenzial schöpfen, als rückwärts zu schauen. Landrat Kärger ermunterte vor allem die kleineren Gemeinden im Amtsbereich, über Zusammenschlüsse nachzudenken. 350 Einwohner für eine Kommune, und davon gebe es einige, seien viel zu wenig, um effizient verwaltet werden zu können.
Aber der Bürgerempfang sollte kein Tag der langen Rede sein. Viele suchten sodann das Gespräch mit anderen. Blumen gab es schließlich ebenfalls. Bernd Scholze, stellvertretender Bürgermeister von Wildberg, überreichte sie Dore-Marie und Wolfgang Gruschinski. Das Ehepaar, obwohl längst im Rentenalter, führt seit 22 Jahren den Wildberger Dorfladen. „Wir haben die ganze Zeit keinen Urlaub gemacht. Nun aber schließen wir“, kündigte Dore-Marie Gruschinski an. Leider sei kein Nachfolger gefunden worden.
Aus dem Bürgerempfang soll eine Tradition erwachsen, darüber besteht Einigkeit in der Amtsverwaltung. Vorreiter bei den Landgemeinden im Landkreis ist der Tollensewinkel damit aber nicht. Wie Landrat Kärger sagte, sind solche Veranstaltungen im Amt Neverin, im Amt Stargarder Land oder im Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte seit Jahren üblich.

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red-altentreptow@nordkurier.de

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