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Erste Aufträge für „Fischerhof“ erteilt

VonAndreas Segeth

Heute wollen die Stadtvertreter den Startschuss für den „Fischerhof“ in Nonnenhof geben. Aber vielleicht ist es doch nicht ganz so einfach wie von vielen erhofft.

Neubrandenburg.Wegen des morgigen Feiertags kommen die Neubrandenburger Stadtvertreter nicht wie sonst an einem Donnerstag, sondern schon heute Nachmittag zu ihrer Sitzung zusammen. Und auch die Tagesordnung verspricht keine „Schonung“ für die ehrenamtlichen Lokalpolitiker. Insgesamt 23 Tagesordnungspunkte wollen abgearbeitet werden, vier davon im nicht öffentlichen Teil.
Unter anderem steht der Bebauungsplan für den „Fischerhof Nonnenhof“ auf der Agenda. Wenn die Ratsfrauen und -herren diesen absegnen, wäre das der offizielle Startschuss für das Projekt der Müritzfischer. Kritik ist allenfalls noch von Seiten der Fraktion SPD/Grüne zu erwarten. Ratsherr Kilian Schneider (Grüne) hatte bei der jüngsten Hauptausschusssitzung auf verschiedene Probleme mit dem Naturschutz beim Bauen in Nonnenhof aufmerksam gemacht. Der Nabu hatte sich ebenfalls schon kritisch geäußert (der Nordkurier berichtete). Auch Josef Weber (CDU) warnte vor „Schnellschüssen“. Nach seinem Dafürhalten – Weber war bis zu seiner Pensionierung Leiter des hiesigen Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur – könne das nötige Prozedere einer FFH-Hauptprüfung unter Umständen sehr lange dauern.
Zuvor hatte der Planer des Fischerhofs, Egon Zühlke von der A&S-Consult GmbH Neubrandenburg, erklärt, dass die Investoren bereits erste Aufträge erteilt haben. Diese betreffen aber noch keine Baumaßnahmen, sondern nur Vermessungen und „faunistische sowie floristische Gutachten“. Man wolle im Einklang mit den Naturschutzbehörden rund 1,8 Millionen Euro in diesen Tourismusstandort investieren.
Hans-Jürgen Schulz (Freie Bürger/FDP) erklärte, dass mit Unterstützung der Stadt zu rechnen sei. „90 Prozent der Neubrandenburger wollen das. Und die anderen zehn Prozent, die das vielleicht nicht wollen, sind zugereist und kennen das alte Nonnenhof nicht mehr“, sagte Schulz.

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