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Friedenskirche erbaut auf Teilen alter Mauern

Die Kirchenruine in Küssow wird am Johannistag wieder mit Leben erfüllt.
Die Kirchenruine in Küssow wird am Johannistag wieder mit Leben erfüllt.

Neubrandenburg.Bevor die Pilger Neubrandenburg betreten, führt ihr Weg sie durch Küssow vorbei an der alten Kirchruine. „Das ist die Entstehungsquelle der Friedensgemeinde“, sagt Pastor Christian Finkenstein. Bevor die Oststadt mit der Friedenskirche 1991 eine neue Kirche bekommen hat, war die Kirchruine in Küssow mit der Baracke, ein Geschenk der Schweden, der Ort für Konfirmationen, Trauungen und Gemeindefeste.
Bei der Grundsteinlegung der Friedenskirche ist auch ein Stein der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten frühgotischen Feldsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert verbaut worden. Die Friedenskirche steht also auf Teilen der Küssower Kirche. Auch in diesem Jahr soll am Johannistag am 24. Juni mit einem Fest in der Kirchenruine an die Wurzeln der Friedensgemeinde erinnert werden. Beim Johannisfest wird die Geburt von Johannes dem Täufer gefeiert, der sechs Monate vor Jesus geboren worden sein soll. „Zweimal hatten wir Regen. Jetzt wird es Zeit für gutes Wetter“, sagt Christian Finkenstein. Wie in den Jahren zuvor soll es eine Andacht im Freien geben, ein Johannisfeuer und Leckeres vom Grill. „Das ist eine schöne Gelegenheit, die Ruine zu würdigen.“
Seit es den Pilgerweg gibt, unternimmt die Friedensgemeinde am Ostermontag stets einen Spaziergang von der Oststadt nach Küssow.

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