Nordkurier.de

Gegen den Friedländer Tusch bleibt die Queen chancenlos

Die Friedländer Fanfaren haben zwei Weltmeistertitel in die Kleinstadt geholt.  FOTO: privat
Die Friedländer Fanfaren haben zwei Weltmeistertitel in die Kleinstadt geholt. FOTO: privat

VonAnett Seidel

Deutsche Fanfaren haben die Musiker der britischen Königin geschlagen. Und die Friedländer haben kräftig mitgetönt. Und im September gibt’s in der Kleinstadt zum Jubiläum einen Tusch aus 600 Instrumenten.

Friedland.Eine Kleinstadt schmückt sich mit zwei Weltrekorden. Die Friedländer haben sich diesen Triumph im wahrsten Wortsinne förmlich erspielt. Denn 20 Mitglieder des Friedländer Fanfarenzuges waren jetzt in Potsdam dabei, um die Queen zu schlagen.
Mit Erfolg. Die englische Königin musste tatsächlich eine Schlappe hinnehmen. Denn auch Dank der Fanfaren aus dem Nordosten gelang der Weltrekordversuch im Rahmen der diesjährigen „Fanfaronade“, der inoffiziellen bundesdeutschen Meisterschaft. Die längste „Bläserlinie“ und der größte Fanfarenzug der Welt ertönte im Potsdamer Stadion und unter den insgesamt 460 Naturtonfanfarenspielern erklangen eben auch 20 Instrumente aus Friedland.
Der letzte Rekord war erst im vergangenen Jahr im Guinnessbuch vermerkt, als 91 Musiker beim 60. Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. zusammen gespielt hatten. Um so größer war die Aufregung bei den Friedländern im Vorfeld. „Wir waren das erste mal bei der Fanfaronade und haben dann gleich bei zwei Weltrekordversuchen mitgemacht“, so Vereinsvorsitzender Ralf Kowalski.
Dem Friedländer Fanfarenzug dürfte der Erfolg genug Puste mit auf den Weg gegeben haben, für die nächsten Höhepunkte. Denn die kündigen sich bereits in der nächsten Woche an, wenn sie sich am Freitag zum Jugendtreffen nach Polen aufmachen. Ganz Friedland kommt um die Fanfarenklänge aber ganz sicher im September nicht herum. Dann werden 500 bis 600 Hoch- und Flachtrommler, Fanfaren und Tambourmajore die Kleinstadt an der Datze bevölkern. Der Verein feiert sein 65-jähriges Jubiläum und in Friedland finden die diesjährigen Landesmeisterschaften Mecklenburg-Vorpommerns statt.
Rund 35 Mitglieder komplettieren derzeit den Friedländer Fanfarenzug. Seit Ende der 90er Jahre ist Ralf Kowalski Vorsitzender. Und die Kleinstädter sind für einen weiteren Superlativ gut: Möglicherweise ist der Friedländer Fanfarenzug mit seinen 65 Jahren der älteste Verein dieser Art bundesweit. „Dann hätte Friedland mit dem TSV 1814 nicht nur den ältesten Sport- sondern auch den ältesten Fanfarenzug Deutschlands“, orakelt der Vorsitzende. Allerdings gibt es bisher keine endgültigen Belege dafür.

Kontakt zur Autorin
a.seidel@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×