
| Musik |
von Ingmar Nehls
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Er hat schon Ray Charles, Ella Fitzgerald und Udo Lindenberg begleitet, beim 16.Internationalen Workshop für Jugend-Bigbands vom 16. bis 18. März gibt Saxofonist Herb Geller nun als Dozent sein Wissen an den Musikernachwuchs weiter.Auch in diesem Jahr ist es Andreas Rosin wieder gelungen, Stars der Jazz-Szene in die Viertorestadt zu holen. Dazu zählt auch der renommierte Trompeter Ack van Rooyen.
Diese hohe Qualität hat sich über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen, und so gibt es immer mehr Big Bands, die teilnehmen möchten. Jedoch, es fehlt das Geld. Und so müssen beispielsweise die jungen Musiker der Big Band ZUS aus Liberec (Tschechien), die im Vorjahr noch den Workshop mit einem Konzert eröffnet hatten, diesmal zu Hause bleiben. Die Schirmherrschaft will Oberbürgermeister Paul Krüger zwar wieder übernehmen. Mit dem städtischen Zuschuss kann der Verein Jugend Big Band Neubrandenburg aber erst im Sommer rechnen, wenn überhaupt. „Wir haben alle Anträge eingereicht und mehrfach nachgefragt. Es heißt, wir bekommen das Geld zu 90 Prozent. Was soll ich bitte mit dieser Aussage anfangen“, fragt Andreas Rosin enttäuscht. Auch vom Land und vom Kreis habe es bisher kein Geld gegeben.
Insgesamt kostet der Workshop 35000 Euro. Die Stadt hatte sich bisher immer mit 2500 Euro beteiligt. Neben der Big Band der Hochschule Neubrandenburg und von Kon.centus werden Bands aus Demmin, Wismar, Schwerin sowie aus Dänemark und Estland kommen. „Der Big Band aus Estland konnten wir nicht mehr absagen, weil die ihren Flug schon gebucht hatten“, sagt Andreas Rosin. Der Vollblutmusiker hofft, dass sich vielleicht Sponsoren aus der Wirtschaft angesprochen fühlen und die Big Band aus Tschechien doch noch kommen kann. Erstmalig wird der Workshop, bei dem es auch wieder eine ganze Reihe an öffentlichen Konzerten geben wird, nicht zeitgleich mit dem Jazz-Frühling stattfinden. Denn dieser Kulturhöhepunkt fällt seit Jahren auf das gleiche Wochenende, an dem auch der Landeswettbewerb von Jugend musiziert stattfindet. „Wir werden den Jazz-Frühling einläuten“, sagt Andreas Rosin.
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