Nordkurier.de

Gewalt gegen Polizisten nimmt zu

Seenplatte.Der Polizeiberuf wird immer gefährlicher, Angriffe auf Beamte häufen sich. Der sinkende Respekt gegenüber den Uniformträgern zieht sich durch alle Schichten und Altersgruppen, stellt Kriminaldirektor Siegfried Stang beim Blick auf die Kriminalitätsentwicklung fest. Der Statistik zufolge haben sich die sogenannten Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte im Bereich der Polizeiinspektion Neubrandenburg von 72 im Jahr 2011 auf 77 im Jahr 2012 erhöht. Die Aufklärungsquote liegt indes bei 100 Prozent.
Zum Spektrum dieser Straftaten gehöre zum Beispiel der passive Krafteinsatz, wenn jemand auf das Polizeirevier abgeführt werden soll und sich an einem Gegenstand festhält. Es gehe aber auch so weit, dass Polizisten mit Messern oder Reizgas angegriffen würden.
„Die Hemmungen sinken insbesondere dann, wenn Alkohol im Spiel ist“, sagt Stang. Daher seien Streifenpolizisten grundsätzlich zu zweit im Einsatz. Weste, Dienstwaffe, Taschenlampe gehören zur Grundausstattung. „Die Kollegen unterziehen sich auch regelmäßig einem Training, bei dem Angriffssituationen nachgespielt werden“, erklärt Stang. Um die Beamten auf Übergriffe vorzubereiten, setzt er als Leiter der Polizeiinspektion auf mehr Ausbildung.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×