Februar 22, 2012
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Bevölkerung/Demografie von Redaktion

Große Pläne mit alter Schmiede

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Die Neddeminer Schmiede ist ein Schandfleck. Zumindest auf dem Papier (oben) ist aus dem alten Gemäuer ein Schmuckstück geworden. FOTO: A. Seidel
Neddemin.In die alte leer stehende Schmiede in Neddemin soll wieder Leben ziehen. Die Mehrheit der Gemeindevertreter hat sich für die Sanierung des Gemäuers zur Nutzung als Gemeindehaus ausgesprochen. „Wir bewerben uns damit am Leader-Landeswettbewerb, den der Landkreis ausgeschrieben hat“, verdeutlicht Neddemins Bürgermeister Helmut Zacharias.
Bis zu 400 000 Euro könnten damit in das Projekt fließen. Doch mit der Teilnahme an dem Wettbewerb haben die Neddeminer nicht nur die Schmiede vor Augen, sondern wollen mit den 3202 Quadratmetern Grünfläche davor und den beiden Sechs-WE-Blöcken ein Ensemble schaffen, dass den künftigen Dorfkern zum Schmuckstück des Dorfes macht. Doch der Weg dahin ist weit, weiß auch das Gemeindeoberhaupt. Dennoch will die Gemeinde versuchen, Fördermittel zu bekommen.
„Wir haben die Schmiede als Priorität gesetzt“, verweist Zacharias auf die jüngste Gemeindevertretersitzung. Mit dem Wissen, dass in dem Dorf die Möglichkeit für gemeinschaftliche Aktionen fehlt, soll in der Schmiede dafür jetzt Raum und Platz geschaffen werden. Derzeit muss eine Plattenbauwohnung für solche Zwecke herhalten. Geht es nach den Vorstellungen der Gemeinde, dann schließt sich der Sanierung der Schmiede, der Umbau der kleinen Plattenbauten zu altersgerechten Wohnmöglichkeiten an und aus der riesigen ungenutzten Fläche davor könnte eine parkähnliche Grünanlage entstehen. „Wir möchten dafür gern den Studiengang Landschaftsarchitektur von der Hochschule mit ins Boot holen“, meint Helmut Zacharias. Zusammen mit der restaurierten Kirche ergebe sich so ein attraktives Dorfbild. „Unser Grundgedanke bei der Teilnahme an dem Wettbewerb galt nicht nur dem Gebäude, sondern der gesamten Fläche“, betont das Gemeindeoberhaupt. „Die finanzielle Unterstützung durch Leadermittel wäre ein Garant für den Erfolg.“ Zudem werde das Zentrum des Dorfes unter Berücksichtigung des demografischen Wandels neu gestaltet.
Wie alt die Schmiede in Neddemin ist, kann nicht genau gesagt werden. „Vermutlich ist sie in den Zeiten der Aufsiedlung entstanden“, mutmaßt der Neddeminer. Bis zur Wende sei das Gebäude als Wohnhaus genutzt worden, kurz danach stand die Schmiede leer, war in Privathand und ist nun Gemeindeeigentum. Mitte des Jahres, so hoffen die Neddeminer, fällt eine Entscheidung über die Leader-Mittel.(AN)
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