Nordkurier.de

Grundschul-Umzug rückt wieder in greifbare Nähe

Rund ein Jahr ist es her, dass Schüler zur Schule am Karlsplatz strebten. Seitdem steht das Gebäude leer. Im Moment sieht es gut dafür aus, dass wieder Leben einziehen kann. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns/Archiv
Rund ein Jahr ist es her, dass Schüler zur Schule am Karlsplatz strebten. Seitdem steht das Gebäude leer. Im Moment sieht es gut dafür aus, dass wieder Leben einziehen kann. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns/Archiv

VonAnke Brauns

Die Schule am Karlsplatz steht wieder auf der Tagesordnung. Die Stadt kratzt Geld für den Umbau zusammen, die Stadtvertreter müssen noch zustimmen.

Altentreptow.Es ist gerade erst drei Monate her, dass Eltern und Lehrer ihre Hoffnungen auf einen Umzug der Grundschule an den Karlsplatz schwinden sahen. Wegen zu hoher Kosten und sinkender Schülerzahlen könne man derzeit keine Empfehlung geben – das war das Fazit des zeitweiligen Ausschusses für ein Immobiliennutzungskonzept (der Nordkurier berichtete). Jetzt steht die Wiederinbetriebnahme des Schulgebäudes auf der Tagesordnung des Finanzausschusses am nächsten Montag, nachdem sich der Hauptausschuss schon einstimmig für die Umzugspläne ausgesprochen hat.
Dass das Thema so schnell wieder aktuell geworden ist, hängt wohl nicht nur damit zusammen, dass die Kosten für die Umsetzung des geforderten Brandschutzkonzeptes von 200 000 auf 130 000 Euro geschrumpft wurden. „Damit erfüllen wir die Mindest-Sicherheitsanforderungen“, sagt Bürgermeister Volker Bartl (CDU) auf Nachfrage. Dazu kommt wohl auch, dass mangels Fördermitteln nicht alle für dieses Jahr geplanten Investitionen der Stadt umgesetzt und damit Gelder umgeschichtet werden können. Stichwort Kunstrasenplatz: Da Altentreptow wahrscheinlich erst im nächsten Jahr Fördermittel für den neuen Platz bekommt, können die eingeplanten 24 000 Euro städtischer Eigenanteil zunächst für den Umbau der Schule genutzt werden, so Volker Bartl. Ähnliches gilt für das Projekt Sanierung Papenbeck. Da könne in diesem Jahr nicht so weit gebaut werden wie vorgesehen, so dass auch dort zunächst Mittel frei wären. Einsparen würde die Stadt zudem die 80 000 Euro für die Umsetzung von Brandschutzauflagen am Holländer Gang, weil die Kita aus dem Gebäude ausziehen würde. So bekomme man die 200 000 Euro zusammen, die insgesamt für Brandschutzmaßnahmen, die Gestaltung eines Essenraumes, Malerarbeiten und Umzug gebraucht werden, erklärt der Bürgermeister.
Er ist optimistisch, dass nach dem Hauptausschuss auch Finanzausschuss und Stadtvertretung den Plänen zustimmen. Es sei wichtig, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wird. Denn im nächsten Sommer – das wäre dann zwei Jahre nach dem Leerzug – würde die Betriebsgenehmigung für die Schule auslaufen. Man wisse nicht, welcher Aufwand nötig sei, um eine neue zu bekommen. Wenn die aktuellen Pläne Mehrheiten finden, könnte die Grundschule spätestens in den Winterferien umziehen, denkt er. Der Kindergarten aus dem Holländer Gang würde dann in die Liebknecht-Straße ziehen, der Hort von dort in die jetzige Grundschule.
Ein Argument sei auch, dass die Stadt derzeit zu wenig Hortplätze anbieten könne. „Bis zu 20 Anträge auf Hortplätze liegen vor“, sagt er. Wegen des großen Bedarfes soll schon ab dem neuen Schuljahr ein zusätzlicher Hortraum im Schulgebäude in der Schulstraße eingerichtet werden. Dann müsse man in der Grundschule zwar zusammenrücken, aber mit den Umzugsplänen sei das ein überschaubarer Zeitraum „und wir helfen Eltern, die im Schichtdienst arbeiten“, so Bartl. In den nächsten Monaten soll noch geklärt werden, ob es günstiger ist, den Hort mit an den Karlsplatz zu nehmen.

Kontakt zur Autorin
a.brauns@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×