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Heiß auf Kultur und Jugend

Ein neuer Verein und noch mehr freiwillige Arbeit für die Kameraden der Feuerwehr Schwichtenberg-Klockow.  FOTO: Anett Seidel
Ein neuer Verein und noch mehr freiwillige Arbeit für die Kameraden der Feuerwehr Schwichtenberg-Klockow. FOTO: Anett Seidel

VonAnett Seidel

Sie können nicht genug bekommen. Die Kameraden der Feuerwehr aus Schwichtenberg-Klockow wollen nicht nur in der Not gerufen werden. Jetzt machen sie auch noch Kultur.

Schwichtenberg/Klockow.Über 200 Stunden plus zehn Tage im Jahr – rechnet man diese Zahlen auf ein Leben aus, dann kommt Feuerwehrmann Egbert Stechel auf schwindelerregend viel Lebenszeit, die er in 38 Jahren als Mitglied der Feuerwehr gewidmet hat. Und Egbert Stechel ist nicht der einzige Aktive für den die Arbeit in der Wehr zum Leben gehört.
Sein Bruder Horst steht ihm in nichts nach und auch Steffen Scheumann, der sich heute um die jüngsten Feuerwehrjungs und -mädchen kümmert, darf sich längst Urgestein nennen. Die drei gehören zum siebenköpfigen Vorstand, des frisch gegründeten Förder- und Traditionsvereins der Freiwilligen Feuerwehr Schwichtenberg-Klockow. Und um es auf den Punkt zu bringen. Mit der Gründung des Vereins wird die anfangs aufgestellte Zeit-Statistik hinfällig – es geht noch mehr.
Die Kameraden wollen nicht nur in der Not da sein. Längst haben sie begriffen, dass sie zu einer wichtigen Station für die Jugendlichen im Dorf geworden sind. So wie die Stechel-Brüder einst mit der Feuerwehr aufwuchsen, soll es auch heute möglich sein. „Für uns gehörte es dazu und wir erinnern uns gern zurück.“ Genau da wollen die Mitglieder ansetzen. Die Gemeinde schrumpft und dennoch wollen sie, dass die Jugend sich gern an die Zeit im Dorf erinnert.
„Es gibt Aufgaben die die Feuerwehr heute erfüllt, die nicht mehr zu den Pflichtaufgaben gehören.“ Horst und Egbert Stechel und Steffen Scheumann sind Ur-Schwichtenberger. Sie wissen um die Feste und Aktivitäten von damals und heute. Und damit sind sie auch schon beim zweiten Standbein des neuen Vereins. Neben der Jugend richtet sich ihr Hauptaugenmerk aufs Klockower Sportfest, das Oldtimertreffen in Schwichtenberg und das gerade wieder zum Leben erweckte Wiesenfest. Als Verein machen sie sich nun auf die Suche nach Fördermittelgebern und Sponsoren und geben zu: „Wir haben unsere Aufgaben erweitert.“
Das Wort Tradition steckt ebenfalls im Namen... Das Engagement ihrer Vorgänger soll nicht in Vergessenheit geraten. „Der Kontakt ist uns wichtig und wird gepflegt – keine Aktion ohne die ,alten‘ Feuerwehrmänner“, sagt Egbert Stechel, der Gemeindewehrführer und stellvertretender Amtswehrführer ist.
Noch steckt der Verein in den Kinderschuhen, aber das Wiesenfest und das Sportfest dürfen als Erfolg gewertet werden. Und die stattliche Zahl von 51 Vereinsmitgliedern spricht ebenfalls für die ehrenamtlich Aktiven, die hauptberuflich Versicherungen anbieten, als Inhaber eines Ingenieurbüros arbeiten oder als Lageristen.

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a.seidel@nordkurier.de

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