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Herz der Zentrale schlägt bereits

Der Leiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale, Rolf Kurze, freut sich, dass das Herzstück der Zentrale schlägt. Schläuche aller Wehren des Landkreises werden dort gereinigt und wieder zur Verfügung gestellt.  FOTOS: A. Seidel
Der Leiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale, Rolf Kurze, freut sich, dass das Herzstück der Zentrale schlägt. Schläuche aller Wehren des Landkreises werden dort gereinigt und wieder zur Verfügung gestellt. FOTOS: A. Seidel

VonAnett Seidel

Die Stühle sind noch in Folie verpackt. Aber durch die Hightech-Waschmaschine wird schon der Feuerwehrschlauch gezogen.

Neuendorf.Das Herz schlägt schon ganz gut. Besser gesagt, saugt eine der modernsten Waschmaschinen ihrer Art, die dreckigen Schläuche in sich, um diese dann gereinigt wieder auszuspucken. In der Atemschutzwerkstatt prüft Kreisgerätewart Peter Link mit feinster Technik die Atemschutzgeräte der Kameraden. „Nur der Pumpenprüfstand ist noch nicht da“, sagt Rolf Kurze, Leiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Neuendorf bei Neubrandenburg.
Die Stühle stehen in Folie verpackt im Büro und Kartons warten darauf ausgepackt zu werden. Handwerker wuseln im Haus und zwischendurch muss der Leiter der Zentrale klären, wo die Masken der Friedländer Feuerwehr sind. Aber Schritt für Schritt wird in der neuen Feuerwehrtechnischen Zentrale in Neuendorf umgesetzt, was das Konzept vorsieht.
Bereits 2010 haben die Verantwortlichen in den damaligen Landkreisen Mecklenburg-Strelitz und Müritz sich zu einem Neubau einer Feuerwehrtechnischen Zentrale verständigt. Die Investition sollte sich lohnen, so dass die ehrenamtlich Aktiven einen Standort im gesamten Kreis als Anlaufstelle haben. Um die Wege im Großkreis zu verkürzen, wird es so genannte Tauschstützpunkte geben. Das Innenministerium stimmte zu und überreichte Fördermittel. Inzwischen sind unter dem Funkturm, auf dem Gelände der ehemaligen Schaltzentrale der Staatssicherheit, über zwei Millionen Euro verbaut worden.
Mit der Zustimmung der Kreiswehrführer, wie Rolf Kurze betont, entstand zunächst ein Sanitärbau für das traditionelle Zeltlager der Nachwuchs-Kameraden. Mit dem zweiten Bauabschnitt, der am 29. April übergeben wird, wurde das eigentliche Herz der Zentrale zum Schlagen gebracht. In dem Dienstleistungstrakt für die Wehren werden längst die Atemschutzgeräte und Masken zu den halbjährlichen Prüfintervallen abgeliefert. Schläuche und Pumpen gilt es zu inspizieren. 201 Freiwillige Feuerwehren sollen einmal in Neuendorf bedient werden, betont Rolf Kurze. Dafür werden drei Mitarbeiter in der Atemschutzwerkstatt, zwei im Schlauchservice und zwei in der Pumpenwerkstatt arbeiten. Ein Mitarbeiter ist flexibel einsetzbar.
Rolf Kurze leitet das Geschehen in der kleinen eigenen Welt unterm Funkturm. Derzeit koordiniert er die Bauarbeiten mit Unterstützung einer Kollegin und gleichzeitig versucht er die eigentlichen Arbeitsaufgaben im Sinne der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis umzusetzen. „Wir leisten hier Aufbauarbeit“, sagt er von sich. Noch gibt es hin und wieder Anlaufschwierigkeiten. „Aber wir wollen, dass die Wehren keinen Grund haben, sich zu beschweren.“
Am 29. April wird das Herzstück offiziell übergeben. Gleichzeitig wird Innenminister Lorenz Caffier (CDU) den Spaten für den dritten und letzten Bauabschnitt in den Neuendorfer Boden stechen. In diesem Jahr wird das Jugend- und Schulungszentrum entstehen. Läuft alles nach Plan, dann sind die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen und fast vier Millionen Euro mit Hilfe von Fördermitteln aus Sonderbedarfszuweisungen verbaut.

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a.seidel@nordkurier.de

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