Nordkurier.de

Hier muss wirklich jedes Haar sitzen

Dieter Besuch zeigt seinen Gesichtsschmuck. [KT_CREDIT]  FOTO: Uli Deck
Dieter Besuch zeigt seinen Gesichtsschmuck. [KT_CREDIT] FOTO: Uli Deck

VonJanina Beuscher

Ohne Fön, Lockenwickler und Haarspray geht bei der Bartmeisterschaft nichts.
Zu sehen ist Kunst am Haar.

Pforzheim.Die Männer haben sich als Angler, Schotte oder Feuerwehrmann verkleidet. Sie stehen vor Jury und Publikum, neigen freundlich den Kopf nach vorne. Kaum jemand achtet auf die Verkleidung, alle Blicke richten sich auf die auffälligen Bärte, die mit viel Mühe und noch mehr Haarspray zurecht gemacht sind. Bei der Deutschen Meisterschaft in Pforzheim wird nach den schönsten Schnauz-, Kinn- und Backenbärten sowie Vollbärten gesucht. Neu dazu gekommen sind Trendbärte. Insgesamt gibt es 18 Kategorien.
„Etwa zwei bis drei Stunden benötige ich für das Styling“, sagt der amtierende Europameister Hans-Peter Weis. Er tritt mit seinem Vollbart an. „Angefangen hat alles 1973, seitdem wächst der Bart.“ Ungestylt reiche er bis zum Bauchnabel.
Am Ende des Wettbewerbs landet Europameister Weis auf Platz zwei, hinter seinem Club-Kollegen Armin Knapp, der nun Deutscher Meister in der Kategorie „Vollbart Freistil“ ist. „Bei den Teilnehmern achten wir auf Sauberkeit, Kreativität und die Ausarbeitung“, fasst Friseurmeisterin Karin Hoffmann von der Jury zusammen. Natürlich spiele auch der eigene Geschmack eine Rolle. Sie selbst sei erstaunt, mit welchem Aufwand die Männer ihre Bärte pflegen und aufmotzen.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×