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Hiesige Geo-Software im Westen gefragt

Entwicklungsleiter Norman Rauthe, Geschäftsführer Jörg-Michael Herré und Programmierer Stephan Voigt von der Geoware GmbH im Gespäch (von links).  FOTO: Burghardt Heller
Entwicklungsleiter Norman Rauthe, Geschäftsführer Jörg-Michael Herré und Programmierer Stephan Voigt von der Geoware GmbH im Gespäch (von links). FOTO: Burghardt Heller

Von unserem Mitarbeiter
Burghardt Heller

Die Stadtverwaltung in Flensburg nutzt Datenver- arbeitungsverfahren einer Firma aus der Partnerstadt Neubrandenburg.

Neubrandenburg/Flensburg.„Wir machen Veränderungen sichtbar“, ist das Credo der Geoware GmbH in Neubrandenburg. Die rasante Entwicklung in allen Bereichen der Gesellschaft wird von einer Datenflut begleitet, die die Ausmaße eines Tsunamis erreicht. Fachleute aus unterschiedlichsten Branchen können aber nur dann Nutzen aus den Datenbeständen ziehen, wenn es ihnen ermöglicht wird, diese interaktiv zu verarbeiten.
„Die von uns entwickelten Lösungen und Verfahren werden in Unternehmen, Verwaltungen, Kreditinstituten und wissenschaftlichen Einrichtungen angewendet. Unsere Monitoring-Lösungen umfassen alle Arten der systematischen Beobachtung, Überwachung und Steuerung von Prozessen. Dabei bieten wir unseren Kunden ein breites Spektrum von Dienstleistungen an, damit diese schnell und praxisnah ihre Probleme lösen können“, erklärt Geoware-Geschäftsführer Jörg-Michael Herré.
Das neueste Projekt ist eine kommunale Lösung zur umfassenden Analyse und Auswertung statistischer Daten. Es wurde unter anderem in der Stadtverwaltung Flensburg eingeführt. Die besondere Stärke des Projektes „Flensburger Stadtmonitor“, liegt laut Herré darin, dass diese Daten für sehr anspruchsvolle geografische Aufgabenstellungen genutzt werden können. Dabei erfolge die Auswertung statistischer Daten aus der 90000 Einwohner-Stadt auf mehreren Ebenen, zum Beispiel auf der räumlichen, zeitlichen und inhaltlichen.
Durch die Nutzung dieser adressbezogenen Daten sei es möglich, die Analyse auf Stadtteile oder kleinste Wohngebiete herunterzubrechen. Damit ließen sich wiederum soziale und ökonomische Probleme erfassen und Fragen zur Bildung, zur Gesundheit und des Wohnungsmarktes beantworten.
„Hervorheben möchte ich, dass wir der Verwaltung in Flensburg eine umfassende Lösung geboten haben. Sie ermöglicht den Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen, direkt auf Daten zuzugreifen und ihren Informationsbedarf zu decken. Darüber hinaus können sie auch interdisziplinär in den Datenaustausch treten“, zeigt sich Geschäftsführer Herré stolz. Das Projekt fordere eine fachübergreifende und interaktive Arbeit mit den vorhandenen Informationen heraus. So würden auch weniger IT-spezialisierte Mitarbeiter in die Lage versetzt, Diagramme, Karten, Reports und Analysen zu erstellen.
Die Geoware GmbH wurde 2003 gegründet. Spezialisten im Bereich Consulting befassen sich mit der Weiterentwicklung theoretischer Grundlagen des Monitorings und der Beobachtung und Untersuchung von Entwicklungstendenzen in der Gesellschaft. Von den Niederlassungen in Berlin und Neubrandenburg aus ist das Unternehmen deutschlandweit tätig.
Im Laufe der Jahre hat sich die Firma nach eigenen Angaben zum führenden Anbieter von Monitoring-Lösungen in Deutschland entwickelt. Es werden Basisprodukte wie Stadt- und Kreismonitor, Fachportallösungen, statistische Erfassungs- und Auswertungssoftware und diverse Spezialtools angeboten. Zu den technischen Dienstleistungen zählen die Digitalisierung und Datenaufbereitung für Biotopkartierungen und Forstprojekte sowie die Aufbereitung von Geodaten. Den Auftrag in Flensburg erhielt die Geoware GmbH nach dem Gewinn einer europaweiten Ausschreibung.

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