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Holperpiste wird nicht abgegeben

Die Ortsverbindung von Roga nach Genzkow ist in einem schlechten Zustand. [KT_CREDIT] FOTO: Anett Seidel
Die Ortsverbindung von Roga nach Genzkow ist in einem schlechten Zustand. [KT_CREDIT] FOTO: Anett Seidel

VonAnett Seidel

Drei Kilometer Straßenschäden und keine Besserung in Sicht. Zwischen Genzkow und Roga reiht sich Loch an Loch.

Genzkow/Roga.Schnell fahren ist nicht drin. Auch Ausweichmanöver müssen in Kauf genommen werden. Der kleine Weg zwischen Roga und Genzkow ist geprägt von Straßenschäden. Die Seiten sacken ab und Löcher im Asphalt durchziehen die gesamte Strecke. Verzichten wollen die Einwohner darauf nicht, denn die Bushaltestelle befindet sich an der Bundesstraße und auf dem drei Kilometer langen Weg geht es bis nach Roga. Aber es gibt Landwirte, die Interesse an der Straße hätten. Und der Gemeinde Datzetal zu der Roga gehört, wäre die Baulast genommen. Aber die Einwohner befürchten dann auf den anderen Strecken mehr Verkehr.
Die Datzetaler Gemeindevertreter stellten sich jetzt die Frage: „Wird die Straße mit einer Privatisierung gesperrt?“ Schnell waren sie sich einig: „Die Straße muss für den öffentlichen Verkehr frei bleiben.“
Die Gemeindevertreter sollten entscheiden, ob ein Antrag auf Einzug der Straße zwischen Roga und Genzkow gestellt wird. „Oder wir leben mit der Straße in den nächsten fünf bis sechs Jahren und hoffen auf Sonderzuweisungen, um den Verbindungsweg zu sanieren“, macht Bürgermeister Jan Umlauft deutlich. Rund 800 bis 900 Euro werden derzeit jährlich investiert, um die gröbsten Schäden zu beheben. Das soll auch in Zukunft so sein, waren sich die Gemeindevertreter schnell einig, keinen Antrag auf Straßeneinzug zu stellen. Bevor die Straßenbaulast an die Landwirte gehe, solle sich um Fördermittel bemüht und jährlich repariert werden.
Die Gemeinde Datzetal schreibt an einem Konzept gegen die seit Jahren auf dem Konto stehenden roten Zahlen. Dennoch wollen die Gemeindevertreter nicht verscherbeln, was für einige Einwohner Folgen hätte.

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