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Hundeklos: Die einen kümmert’s, die anderen nicht

VonPaulina Jasmer

Seit gut vier Monaten laden sie zu mehr Sauberkeit in der Stadt Altentreptow ein – die zwei Hundetoiletten in der Feldstraße und an der kleinen Tollense. Aber sind die Tretminen in der Stadt dadurch wirklich weniger geworden?

Altentreptow.Eine rechte Besserung hat Bürgermeister Volker Bartl nicht ausmachen können. „Na, viel weniger ist es tatsächlich bisher noch nicht“, resümiert er im Hinblick auf die augenscheinlich immer noch zu vielen Hundehaufen in der Stadt. Aber mit einer abschließenden Bilanz wolle er sich noch zurückhalten und den Herbst abwarten, sagt er.
Vor etwas mehr als vier Monaten hat die Stadt rund 1000 Euro in die Hand genommen, wie er erklärt, um in der Feldstraße und entlang der kleinen Tollense Höhe Marktgasse Hundetoiletten aufstellen zu lassen. Dem vielen Hundekot an allen Ecken sollte so Einhalt geboten und Hundebesitzer zu mehr Umsicht und Sauberkeit angehalten werden (der Nordkurier berichtete).
Der Bürgermeister zählt bei seiner Auswertung über den Nutzen dieser Hundetoiletten insbesondere auf die Erfahrungen derjenigen, die sich um die Pflegearbeiten der Rasenflächen kümmern. „Früher haben sie erzählt, dass ihnen beim Mähen alles um die Ohren geflogen ist“, sagt er. Nun sei er auf die diesjährige Mähsaison gespannt. Er gibt dabei an, dass die Hundetoiletten regelmäßig überprüft und mit neuen Tüten bestückt werden würden. „Klar, einige treiben damit auch Schindluder und nutzen die Hundetoiletten als normalen Papierkorb“, räumt das Stadtoberhaupt ein. Aber er möchte weiterhin, dass die Hundebesitzer Altentreptows die Hundeklos als Chance begreifen, ihre Stadt sauber zu halten.
Aber so ganz ging die Rechnung seines Erachtens bisher nicht auf. Und was passiert, wenn sich wirklich nicht groß etwas geändert hat? „Dann müssen wir darüber neu nachdenken“, so Bartl vage, „aber wenn dem so ist, werden bestimmt nicht noch mehr Hundetoiletten aufgestellt werden“, sagt der Bürgermeister, der sich offenbar mehr von diesem Angebot seitens der Stadt versprochen hatte. So hatte er beispielsweise schon früh in Aussicht gestellt, dass bei Bedarf noch mehr solcher Vorrichtungen im Stadtgebiet verteilt werden sollen.

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p.jasmer@nordkurier.de

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