Nordkurier.de

Hüpfspaß auf dem Kinderfest muss ins Wasser fallen

Jana Albrecht (links) und ihre Freunde suchen für das Kinderfest noch Sponsore n. Kontakt: 01739177005  FOTO: S. Moll
Jana Albrecht (links) und ihre Freunde suchen für das Kinderfest noch Sponsore n. Kontakt: 01739177005 FOTO: S. Moll

VonSusann Moll

In der Südstadt ergreifen Eltern die Initiative und organisieren ein Fest für ihre Kinder.

Neubrandenburg.Einfach die Ärmel hochkrempeln und etwas auf die Beine stellen – das hat sich eine Gruppe Eltern in der Neubrandenburger Südstadt gedacht. Gemeinsam organisieren sie ein Grill- und Spielfest für ihre Kinder. Mit Hilfe vielerSponsoren wollen sie am Kindertag den Bereich rund um den Spielplatz vor der Neustrelitzer Straße 103 bis 109 in einen Festplatzverwandeln.
In der Nähe sei einfach zu wenig für die Kinder, erklärt Jana Albrecht. Der Spielplatz vor dem Haus ist nicht der schönste und auch Bänke für die Eltern zum Sitzen sind nicht vorhanden. „Eine Rutsche wäre toll für die Kleinen“, sagt die 27-Jährige.
Mit einer Unterschriftensammlung hatten sie und die anderen Eltern sich bereits an die zuständige Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges) gewandt. Daraufhin waren Mitarbeiter vor Ort und hätten sich die Geräte angesehen. „Es ist alles vernünftig dort, der Sand ist gut und auch die Geräte sind in einem guten Zustand“, erklärt Sven Bilinski von der Neuwoges. Das Geld, das in diesem Jahr für solche Projekte vorhanden ist, sei bereits verplant. 2014 werde man sich der Sache dann erneut zuwenden, so der stellvertretende Abteilungsleiter Eigenbestand.
Um den Kindern trotzdem etwas zu bieten, haben sie nun das Fest organisiert. Jana Albrecht, ihr Freund sowie ein anderes Paar hatten einfach angefangen, Unternehmen in der Stadt anzusprechen, ob sie nicht etwas spenden könnten. Die Resonanz war erfreulich. So haben sie unter anderem von örtlichen Bäckereien das Angebot, alles zu bekommen, was an dem Freitag vor dem 1. Juni oder an dem Tag selbst nicht verkauft wird. Ein Autohaus hat Jana Albrecht außerdem eingeladen in der nächsten Woche mit ihr für 100 Euro einkaufen zu gehen.
Allerdings mussten die Eltern aus der Südstadt auch Enttäuschungen hinnehmen. So hatte ein Unternehmen fest zugesagt, ihnen für diesen Tag eine Hüpfburg kostenlos zur Verfügung zu stellen. „Die Kinder haben sich riesig gefreut“, berichtet Jana Albrecht. Vor ein paar Tagen habe sie dann jedoch die Nachricht erreicht, dass sie doch 100 Euro zahlen müssten, die sie nicht haben. Auch von Seiten der Stadt bekommt die Truppe keine Unterstützung. So erklärte Oberbürgermeister Paul Krüger in einem Schreiben, dass sich die Stadt bereits an verschiedenen Festen anlässlich des Kindertages beteiligt. Damit seien die finanziellen Möglichkeiten der Stadt ausgeschöpft. Er bittet um Verständnis, dass die Stadt nicht in jedem Wohngebiet ein Kinderfest organisieren oder finanziell unterstützen kann.

Mehr zu diesen Themen