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Ideen gefragt: An der Bundesstraße ist es zu laut

Für Friedland wird ein Lärmaktionsplan erstellt. Die Bundesstraße 197 spielt dabei eine besondere Rolle. Ab morgen kann jeder Einsicht in den Plan nehmen.  FOTO: Anett Seidel
Für Friedland wird ein Lärmaktionsplan erstellt. Die Bundesstraße 197 spielt dabei eine besondere Rolle. Ab morgen kann jeder Einsicht in den Plan nehmen. FOTO: Anett Seidel

VonAnett Seidel

Ein Lärmaktionsplan soll für Friedland her. An der Ortsdurchfahrt und den Parallelstraßen werden in der Kleinstadt Grenzwerte überschritten.

Friedland.Wenn die Lkw geballt durch die Stadt rollen, wird es in Friedland laut. Mitten durch die Kleinstadt an der Datze führt die Bundesstraße 197. Dort haben Fachleute sogar eine Überschreitung von vorgegebenen Werten festgestellt. Jetzt soll ein Lärmaktionsplan für die Stadt her. Im Bauamt ist der Entwurf ab morgen und bis zum 21. Mai einsehbar. Wer will, kann sich nicht nur darüber informieren, sondern gleichzeitig seine Anregungen und Bedenken zum Ausdruck bringen.
Im Planentwurf ist besonders auf die Lärmquelle B 197 ein Augenmerk gelegt worden – allerdings mit positiven Einschränkungen. Wenn die Gläser in den heimischen Vitrinen vor der Staßensanierung häufiger durch die Lkw zum Vibrieren gebracht wurden, so hat das nach dem Straßenbau ein Ende gefunden. „Die Straße wurde zwischen den Toren komplett mit Rad- und Gehweg, zum Teil kombiniert, ausgebaut“, heißt es. Mit dem neuen Straßenbelag wurde es entlang der Bundesstraße ruhiger.
Der jetzige Lärmaktionsplan entsteht auf der Grundlage der EU-Umgebungslärmrichtlinie. Im Amt für Umwelt, Natur und Geologie in Güstrow wurden dementsprechende Lärmkarten nach dem Bundesimmisionsschutzgesetz erarbeitet. Für Friedland wurden diese Karten zur Verfügung gestellt, weil es im besagten Bereich der Bundesstraße, aber auch in den Parallelstraßen zu erhöhter Belastung und sogar zu einer Wertüberschreitung kommt. Der jetzt erarbeitete Lärmentwurfsplan konzentriert sich deshalb unter anderem auf die B 197 von der Kreuzung Pasewalker Straße bis hin zur Abfahrt in Richtung Woldegk.
Um den Lärm weiter zu senken, sei möglicherweise eine Geschwindigkeitsbegrenzung für den Lkw-Verkehr auf 30 Kilometer die Stunde in der Nacht in Betracht zu ziehen. Aufgeführt ist in diesem Zusammenhang auch der geplante Ausbau des Knotenpunktes Bundesstraße/Pasewalker Straße als Kreisverkehr. Lärmschutzwände seien in den „lauten“ Straßenabschnitten nicht möglich. Vielmehr gehe es um den sogenannten passiven Lärmschutz direkt am Gebäude. Fenster, Fassaden und Dach spielen dabei unter anderem eine Rolle. Dafür gebe es die Möglichkeit, Fördermittel zu bekommen.
Wer den Lärmaktionsplan einsehen möchte, ist ab morgen im Amt für Bau und Ordnung, An der Marienkirche 1, willkommen. Anregungen zum Thema können schriftlich vorgebracht werden.

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a.seidel@nordkurier.de

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