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Jetzt schlägt die Stunde des Konsums

Vorschlag eines Golcheners: Der leer stehende Konsum könnte zum neuen Gemeindemittelpunkt werden. [KT_CREDIT] FOTOS (2): P. Jasmer
Vorschlag eines Golcheners: Der leer stehende Konsum könnte zum neuen Gemeindemittelpunkt werden. [KT_CREDIT] FOTOS (2): P. Jasmer

VonPaulina Jasmer

Was wird aus dem abgebrannten Gemeindehaus in Golchen? Diese Frage stellen sich Birgit Baumann und viele andere. Sie erfahren nun von neuen Ideen.

Golchen.Dass ihr Gemeindehaus Ende März lichterloh brannte, hat die Golchener mitten ins Herz getroffen (der Nordkurier berichtete). Aber die Zerstörung des Hauses ist nicht hinwegzureden und so machen sich die Einwohner Gedanken, was denn nun mit dem Bau passieren soll. Diese Frage stellt Birgit Baumann auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung.
Gemeindevertreter Lothar Sommer sagt hierzu, dass das das Haus denkmalgeschützt sei. Dabei müsse man nun sehen, auch seitens der Denkmalschutzbehörde, wie groß der Schaden und wie erhaltenswert ist das Gebäude überhaupt noch seien. Denn Fakt ist, die Gemeinde könne sich einen Wiederaufbau – durch Eigenmittel finanziert – nicht leisten. Aber bevor es abgerissen werden dürfe, müsste es von der Denkmalschutz-Liste verschwinden.
Ähnlich soll es den Rossowern der Gemeinde Staven ergangen sein, wie der Abgeordnete Gerhard Fuchs betont. Das dortige Gutshaus habe auch auf dieser besagten Liste bestanden, und konnte wegen Schwammbefalls unproblematisch gestrichen werden. Niemand hätte den Schaden damals bezahlen können.Somit konnte aber ein neues Dorfgemeinschaftshaus entstehen, das am 1. Juni eingeweiht werden soll. Am 3. Mai um 17.30 Uhr wollen nun einige Golchener nach Rossow fahren – zum Erfahrungsaustausch.
Während die Golchener nach Lösungen suchen und auf Bescheide warten, hat der Golchener Frank Steingräber aber schon eine Idee, wie und wo die Gemeindemitte wieder entstehen kann. So schlägt er vor, den leer stehenden Konsum, der wenige Meter neben dem Gemeindehaus steht, wieder zum Leben zu erwecken – mit neuen Gemeinderäumen. Dafür müssten natürlich die Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Ein Berliner hat das Objekt vor Jahren gekauft. Die genaue damalige Kaufsumme soll in Erfahrung gebracht werden, so Bürgermeister Eckhard Hannusch.
Die Idee des Konsum trifft sowohl beim Plenum, neben Frank Steingräber und Birgit Baumann, sind Wehrführer René Reinhardt, Frank Albrecht und Steffen Reinhardt anwesend, auf Wohlwollen. Zumal der Besitzer des Konsums das Gebäude verfallen lasse. Wenn die Gemeinde das Haus zurückkaufen könnte, dann würde mit der neuen Funktion eines Gemeindehauses auch gleich ein Golchener Schandfleck verschwinden.

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p.jasmer@nordkurier.de

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