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Junge Botschafter aus Überzeugung

Maxi Lachmund, Arne Kutschbach, David Benzin und Britta Krey studieren gerne an der Hochschule in Neubrandenburg und möchten auch andere davon überzeugen.[KT_CREDIT] FOTO: S. Moll
Maxi Lachmund, Arne Kutschbach, David Benzin und Britta Krey studieren gerne an der Hochschule in Neubrandenburg und möchten auch andere davon überzeugen.[KT_CREDIT] FOTO: S. Moll

Von unserem Redaktionsmitglied
Susann Moll

Vier Studenten aus Neubrandenburg möchten ihren Studiengang Agrarwirtschaft bekannter machen. Sie wollen zudem mit Vorurteilen aufräumen.

Neubrandenburg.Im September kam die 21-jährige Britta Krey nach Neubrandenburg. Weit weg von ihrer Heimat, die in der Nähe von Düsseldorf liegt, begann sie an der örtlichen Hochschule das Bachelorstudium der Agrarwirtschaft. Zu Hause muss sie häufig Aufklärungsarbeit über die ostdeutsche Stadt leisten. Aber nicht nur Freunden und Bekannten erzählt sie von Neubrandenburg und ihrer Hochschule. Als eine von vier Studiengangbotschaftern ist Britta Krey auch unterwegs, um den Studiengang Agrarwirtschaft in Neubrandenburg bekannter zu machen.
Nach dem Abitur hatte die junge Frau erst einmal eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert. Im Anschluss habe sie sich an vielen Hochschulen beworben und auch von allen eine Zusage bekommen. „Meine drei Schwestern studieren an großen Universitäten“, erklärt die 21-Jährige. So wusste sie, wie es in den vollen Hörsälen zugeht. Nachdem sie sich alle zur Auswahl stehenden Hochschulen angesehen hatte, fiel ihre Wahl auf die Neubrandenburger. „Die familiäre Atmosphäre gefällt mir besonders“, berichtet Britta Krey. Sie bereut auch nach zwei von sieben Semestern ihre Entscheidung keineswegs, in die Viertorestadt gekommen zu sein.
So geht es auch ihren anderen drei Kommilitonen, die mit ihr als Studiengangbotschafter im Einsatz sind. David Benzin stammt aus der Nähe von Woldegk und ist damit in seiner Heimat geblieben. Maxi Lachmund aus Dresden und Arne Kutschbach aus der Nähe von Magdeburg haben da schon einen weiteren Weg nach Hause. Der 23-jährige Arne Kutschbach hat wie Britta Krey bereits vor dem Studium eine landwirtschaftliche Ausbildung hinter sich gebracht und wollte wegen der Praxisorientierung unbedingt an einer Fachhochschule studieren. „Die landwirtschaftlichen Strukturen in Ost und West unterscheiden sich, deshalb wollte ich in den neuen Bundesländern studieren“, sagt der Student aus Sachsen-Anhalt. Es bliebens schließlich nur noch zwei Hochschule in der Auswahl übrig und er entschied sich auf Empfehlung einer Bekannten für Neubrandenburg.
Die praxisorientierte Ausrichtung des Studiengangs ist ein Punkt, den die Botschafter betonen. „Die Professoren kommen alle selbst aus Betrieben der Agrarbranche“, erklärt Arne Kutschbach. So unterrichte sie beispielsweise in Chemie nicht ein studierter Chemiker, sondern ein Fachmann aus der Praxis, der sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat.

Auch andere Fachbereiche
machen sich Gedanken
Von den Kenntnissen und Erfahrungen der Lehrkräfte profitieren die Studenten. Professor Michael Harth verdeutlicht, dass es ein besonderes Anliegen der Hochschule sei, dass die Studenten selbst für ihren Studiengang werben.
Bisher sind die vier Agrarwirtschaftler die einzigen Studiengangbotschafter der Einrichtung. Andere Fachbereiche machen sich jedoch schon über eine Umsetzung ihrerseits Gedanken.
Für die involvierten Studenten lohnt sich die Sache ebenfalls. Neben der Bezahlung als studentische Hilfskraft erwerben sie viele Erfahrungswerte. „Man kommt rum und lernt viele Leute kennen“, erklärt Arne Kutschmann die Vorzüge des Jobs. Außerdem lernen sie, auf Leute zuzugehen und vor großen Gruppen zu reden.

Kontakt zur Autorin
s.moll@nordkurier.de

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