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Junge Filmproduzenten zeigen ihre eigenen Werke

Henning Küssner macht seit vergangenem September eine Ausbildung beim Latücht.  FOTO: Susann Moll
Henning Küssner macht seit vergangenem September eine Ausbildung beim Latücht. FOTO: Susann Moll

VonSusann Moll

Im Latücht in Neubrandenburg findet vom 29. bis 31. Mai das Jugendmedienfest statt. In zwei Wettbewerben messen sich Jugendliche mit ihren eigenen Filmen.

Neubrandenburg.Angefangen hat alles mit einem Schulprojekt. In der achten Klasse hat Henning Küssner zusammen mit einigen Klassenkameraden einen Werbespot gedreht. Mit Lego-Figuren haben sie damals die Handlung dargestellt, berichtet der heute 19-Jährige. Dabei habe er entdeckt, dass so ein Filmdreh eine Menge Spaß macht. So verwirklichte er außerhalb der Schule noch weitere Ideen. In diesem Jahr präsentiert Henning Küssner bereits zum dritten Mal eines seiner Werke beim Jugendmedienfest im Latücht und stellt sich der Kritik der Jury.
„Fair Trade“ heißt der Film, den Henning Küssner in diesem Jahr beim Jugendvideowettbewerb „Große Klappe“ eingereicht hat. Er handle von einem jungen Mann, der verhaftet wird, weil er bei einem großen Konzern eingebrochen ist. „Ein Anderer versucht ihn zu befreien“, so der junge Produzent. Henning Küssner hat sich bei der Produktion besonders auf eine gute technische Umsetzung konzentriert. Dabei hatte ihm die Jury aufgrund seines Beitrags zum letzten Jugendmedienfest den Tipp gegeben, sich mehr auf den Inhalt zu konzentrieren. In „Nightmare at School“ - zu Deutsch: „Albtraum in der Schule“ - schläft ein Mädchen in der Schule ein und wird über Nacht dort eingeschlossen. Nachdem die unheimlichsten Dinge passieren, wacht sie zu Hause in ihrem Bett auf - alles nur ein Traum. „Die Jury hatte kritisiert, dass das Ende zu einfach war“, berichtet Hennig Küssner vom vergangenen Jahr.
Aber nicht nur durch die Anregungen der Jury hat sich der 19-Jährige weiterentwickelt. Nachdem er vergangenen Sommer sein Abitur am Albert-Einstein-Gymnasium gemacht hat, begann er eine Ausbildung zum Mediengestalter für Bild und Ton beim Latücht. „Ich habe während der Ausbildung schon so viel gelernt“, sagt Henning Küssner. Dieses erworbene Fachwissen helfe ihm auch sehr bei seinen eigenen Projekten.
Neben dem Beitrag von Henning Küssner haben viele andere Beiträge das Sichtungsteam des Jugendmedienfestes erreicht. Nach der feierlichen Eröffnung am 29. Mai um 17 Uhr mit dem Film „Wie das Binnenmeer“ von Stefan Buske und Andreas Hyronimus, werden am 30. Mai im Latücht die Filme des Schulvideowettbewerbs gezeigt. Schulklassen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern haben ihre Filme eingereicht. Beispielsweise zeigt das Wolgaster Runge-Gymnasium in „Gesichter einer Stadt“ eine andere Sichtweise auf das Asylbewerberheim in ihrer Stadt. Ein paar Jungen aus der Regionalen Schule Mitte Neubrandenburg haben den Beitrag „Viel Lärm um nichts“ auf die Beine gestellt. Hier bewegen sich drei Handpuppen durch die Stadt und erzählen eine Geschichte.
Einen Tag später ist dann auch „Fair Trade“ von Henning Küssner beim Jugendvideowettbewerb zu sehen. Die Filme, die hier laufen, haben Jugendliche außerhalb der Schule in ihrer Freizeit gedreht. Und das ist gar nicht immer so einfach, weiß Henning Küssner. „Es zieht sich schon immer hin, bis so ein Film fertig ist“, berichtet der 19-Jährige. So stehen seine Freunde meist als Darsteller zur Verfügung, aber dann alle an einem Termin zusammenzubekommen sei nicht so einfach. Sicher werden aber auch alle Darsteller am Abend des 30. Mai mitfiebern, wenn die Gewinner der beiden Wettbewerbe bekannt gegeben werden.

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s.moll@nordkurier.de

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