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Keine Chance für Angelpuffs im Staate Angeldonien

Horst Karth schickte uns eine Urlaubserinnerung. Mit seinen Enkeln Florian und Tobias aus Neubrandenburg angelte er in Reinberg unter anderem einen 92 Zentimeter langen Stör.
Horst Karth schickte uns eine Urlaubserinnerung. Mit seinen Enkeln Florian und Tobias aus Neubrandenburg angelte er in Reinberg unter anderem einen 92 Zentimeter langen Stör.

VonDenny Kleindienst
und Anke Brauns

Frischer als selbst geangelt ist Fisch nicht zu bekommen. Für viele Einheimische und Touristen spielt neben der Qualität auch das Naturerlebnis eine wesentliche Rolle. Sie finden es in unserer Region.

Altentreptow/Reinberg.Reinhard Beitz geht es um das Gefühl. „Ich will keinen Angelpuff“, sagt er und meint damit viereckige Wasserlöcher mit Fischen darin. Der Betreiber der Pension „Wiesenquelle“ in Altentreptow hat daher gleich seinen eigenen Staat ausgerufen: „Angeldonien.“ Sein privates „Staatsgebiet“ nahe der Tollense beinhaltet mehrere Teiche. Wer eine Tagesgebühr entrichtet, kann dort den lieben langen Tag Fische fangen. Anschließend wird der Kilopreis bezahlt.Derzeit ist die Saison in vollem Gange. Sobald die Sonne scheint, sei an seinen Teichen richtig was los, sagt er. Einheimische und Urlauber – darunter auch viele Wasserwanderer – kommen hierher. Zuletzt hat er deshalb „180 Kilogramm neue Forellen eingesetzt.“ Daneben können Aale, Karpfen und Schleie gefangen werden.
Die Umgebung um die Teiche herum versucht Reinhard Beitz möglichst naturbelassen zu halten. Es gibt Wasserpflanzen sowie zahlreiche Bäume und Sträucher. Über die Teiche führen kleine Brücken. Die Holzbänke am Teichrand sind so aufgestellt, dass die Angler für sich sind. Es ist ein wahres Idyll. Der Besitzer weiß das und betont die viele Arbeit und das Geld, das er dafür investiert. Wer zum Angeln zu ihm kommt, würde diese Naturbelassenheit schätzen.
Auch Eberhard Koball setzt regelmäßig neue Fische in seine Angelteiche in Reinberg ein. Die Forelle wird bei ihm am häufigsten gekauft. „Ein fast grätenfreier Fisch“, wie er sagt. Aufgrund der Nachfrage sind die Teiche mit den Forellen hochbesetzt. Lang warten muss man nicht, damit ein Fisch anbeißt. Anders sieht es bei den Edelfischen wie Stör, Wels und Lachsforelle aus. Die schwimmen in Reinberg in einem großen, naturbelassenen Teich.
Angler müssen dort etwas mehr Geduld haben, erklärt der Inhaber. Wie zur Bestätigung wechselt eine Familie mit ihrem fünfjährigen Sohn, die dort eine Weile lang keinen Edelfisch zu fangen bekam, gerade an den Forellenteich. Mit Erfolg.
Wie die Geduld belohnt werden kann, schreibt Horst Karth an die Redaktion. Der frühere Neubrandenburger, der jetzt in Hessen wohnt, erzählt, wie er mit seinen Enkelsöhnen Florian und Tobias zum Angeln in Reinberg war. Dabei habe es gleich zweimal mit einem kapitalen Fang geklappt: einem 92 Zentimeter langen und 4,6 Kilogramm schweren Stör und einer 60 Zentimeter langen und immerhin drei Kilo schweren Lachsforelle. „Selbst der Besitzer war darüber sehr erstaunt“, schreibt er.

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d.kleindienst@nordkurier.de

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