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Kindergarten feiert zwei Geburtstage

So sah das ehemalige Schulgebäude 1983 aus, als zuerst der Kindergarten und kurze Zeit später auch die Krippe einzog.
So sah das ehemalige Schulgebäude 1983 aus, als zuerst der Kindergarten und kurze Zeit später auch die Krippe einzog.

VonAnke Brauns

Die wichtigsten Geburtstagsgäste morgen in Altenhagen sind längst nicht so alt wie das Geburtstagskind. Seit 30 Jahren ist die Kita im jetzigen Gebäude.

Altenhagen.An den Umzug im Mai 1983 kann sich Rita Gutzmer gut erinnern. Sie war damals schließlich Leiterin des Kindergartens Altenhagen. „Wir waren die Ersten, die eingezogen sind, zusammen mit der Küche, dann kam die Krippe nach“, erinnert sie sich. Damit hatte Altenhagen eine moderne „Kinderkombination“. Drei Erzieher und rund 30 Kinder seien sie damals gewesen. „Die Bedingungen waren besser im neuen Haus, wir haben uns gefreut“, erzählt die Frau aus Fahrenholz, die immerhin von 1979 bis 2009 in der Einrichtung gearbeitet hat, bis zur Wende als Leiterin. Die Kindereinrichtung selbst ist schon 55 Jahre alt, vor 30 Jahren zog sie ins ehemalige Schulgebäude um, so dass morgen gleich zwei Anlässe gefeiert werden können. Ab 14 Uhr lädt die Kita dazu herzlich ein.
Leiterin Janett Schmidt hat sich im Vorfeld eine echte Puzzlearbeit vorgenommen. Sie sammelte Bilder und Informationen aus den vergangenen 30 Jahren. Die Namen der Kinder auf den Schwarz-Weiß-Fotos herauszubekommen, sei aber nur teilweise möglich, sagt sie. Leider sei viele Jahre gar nichts aufgeschrieben, keine Chronik der Kita geführt worden, die sich in Trägerschaft des Förderkreises JUL befindet. Was Janett Schmidt bis jetzt zusammengetragen hat, kann man sich morgen bei der Feier ansehen. Zum Programm gehören unter anderem ein Auftritt von Marcel Beuter, den viele aus der Sendung „The Voice of Germany“ kennen, Kinderschminken, Hüpfburg, ein Programm der Schulanfänger und Fahrten mit der Feuerwehr. Mit Kuchen und Gegrilltem wird fürs leibliche Wohl gesorgt.
Vielleicht ist unter den Gästen auch mancher, der den Kindergarten im alten Haus noch kennt. Das wurde 1958 zu diesem Zweck durch Aufbauhelfer – Studenten der Ingenieurschule Neustrelitz – errichtet, wie die Freie Erde damals schrieb. Edelgard Prange hat seit 1969 als Helferin im Kindergarten gearbeitet. Auch sie freute sich 1983 über den Umzug, der den Kindern auch einen richtigen Spielplatz brachte. „Wir waren ein gutes Kollektiv. Ich vermisse die Arbeit mit den Kindern heute noch“, sagt sie.

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a.brauns@nordkurier.de

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