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Landgraben bekommt eine neue Brücke

VonAnke Brauns
und Veronika Müller

Die gesperrte Landgrabenbrücke zwischen Wodarg und Janow bremst seit Monaten nicht nur Touristen aus. Jetzt aber ist die Sanierung in Sicht.

Wodarg/Landskron.Das wird nicht nur Helmut Quicker freuen: Der Kölllner hatte sich bereits im Herbst über die Sperrung der Brücke zwischen Wodarg und Janow für jeglichen Fahrzeugverkehr beschwert und wandte sich nun erneut an den Nordkurier. „Was denken Sie, wie viele Touristen mir da begegnen“, sagt er. Denn viele steuern die Burgruine Landskron hinter der Brücke an, die offizielle Umleitung sei neun Kilometer länger. Doch nun ist die Erneuerung in Sicht. Dank üppiger Förderung ist der Baukosten-Anteil der Gemeinde Spantekow, der die Brücke gehört, auf 6000 Euro geschrumpft. Im Sommer soll es losgehen, die Experten rechnen mit einer Bauzeit von elf Wochen.
Bereits vor über einem Jahr war klar: Die Brücke im Landgrabental muss dringend repariert werden. Die Kosten wurden damals auf rund 6000 Euro geschätzt. Der ortsansässige Forstbetrieb, die Ivener Agrar GmbH und die Gemeinde wollten sich zu je einem Drittel an der Maßnahme beteiligen. Das Problem dabei: Die Belastung der Brücke würde eingeschränkt und die Fahrbahn enger werden. Damit war der Forstbetrieb nicht einverstanden und stieg aus dem Projekt aus, weil die Brücke durch dieses Vorhaben für Transporte zu schmal sei.
Mit Hilfe des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt geht es nun über das Bodenordnungsverfahren in die nächste Runde. Für 245 000 Euro gibt es eine neue Brücke. Verschiedene Fördertöpfe und die Beteiligung der Agrargesellschaft drücken die Kosten für die Gemeinde auf 6000 Euro. Und: Statt einer notdürftig sanierten Brücke gibt es jetzt ein niegelnagelneues Teil mit asphaltierter Fahrbahn. Die so genannte Einfeldbrücke bekommt an beiden Ufern Widerlager aus Stahlspundwänden, auf denen die Fahrbahnplatte sowie das Geländer aufgesetzt und montiert werden.
Eine Reparatur mit wenig Aufwand hätte es vielleicht auch getan, denkt Helmut Quicker. Schließlich bestehe der Unterbau aus einem massiven Ponton, der auch einen Panzer tragen würde. Er weist darauf hin, dass auch der Weg selbst mit seinen vielen Löchern „dringend geschoben werden müsste“.

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