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von Bärbel Gudat
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„Langsam musste sie weg“, gab Burg Stargards Tierparkleiterin Karin Voß zu. Auch wenn es ihr wie den Kollegen schwerfällt, die kleine Leonie gehen zu lassen. Aber es habe schon Streitereien mit Mutter Thea ums Futter gegeben.
Am 27. September 2010 kam die persische Leopardendame mit einem Bruder zur Welt. Der überlebte die ersten Tage nicht. Für Mutter Thea und Vater Dareos waren es die ersten Kinder. Eigentlich hatten die Burg Stargarder Tierpfleger die Hoffnung schon aufgegeben, denn fünf Jahre lang passierte nichts. Dass die kleine Katze so gesund und stark wurde, freut die Mitarbeiter.
Ein französischer Kater erwartet Leonie
Montag nun mussten sie sich aber von Leonie verabschieden. Schon am frühen Morgen hatte Tierarzt Torsten Hummel per Blasrohr sie in einen tiefen Schlaf versetzt. Das werde ein paar Stunden andauern, erläuterte der Veterinär. Ansonsten sei es zu anstrengend für die Großkatze, denn mit dem Auto ging es Richtung Zoo in Augsburg. Dort wartete schon ein französischer Kater auf die Burg Stargarderin. Die Entscheidung über den weiteren Werdegang des Leopardenkindes vom Klüschenberg war im Allwetterzoo Münster gefallen. Hier wird seit Jahren das europäische Zuchtprogramm für die persischen Leoparden koordiniert und entschieden, welche Tiere miteinander verpaart werden. „Ich habe gelesen, dass es in freier Wildbahn nur noch an die 1000 Persische Leoparden gibt“, sagte Karin Voß. Deshalb auch dieses Europäische Zuchtprogramm.
Noch kein neuer Betreiber gefunden
Wie es im Burg Stargarder Tierpark künftig weitergeht, entscheidet sich Ende März. Die Ausschreibung, einen neuen Betreiber zu finden, hatte keinen Erfolg. Auch der Kletterwaldbetreiber hat abgesagt. Eigentlich wollte er schon im Frühjahr mit den Ausstattungsarbeiten beginnen. Der Betrieb sollte im Mai starten. Absagegründe sind zum einen die erhöhten Naturschutzanforderungen aufgrund des Juchtenkäfers, zum anderen der Pilzbefall im Baumbestand.
Sollte sich nicht noch kurzfristig andere Interessenten finden, bleiben zwei Szenarien, so der Burg Stargarder Bürgermeister, Tilo Lorenz (CDU), auf Nachfrage. Man müsse berechnen, wie sich die Kosten bei einer Optimierung der Einrichtung entwickeln würden. Im zweiten Falle gelte es zu untersuchen, welche Kosten die Schließung und Abwicklung des Tierparkes verursachen würde.
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