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Lindetal-Center kämpft um seine Kunden

Im Lindetal-Center wird gewerkelt und gebaut - so auch am neuen Eingangsbereich, in dessen Nähe das Fitnessstudio in diesen Tagen eröffnet. Die Eigentümer des Lindetal-Centers erhoffen sich durch Investionen auch einen Anstieg der Kundenzahlen.[KT_CREDIT]  FOTOs: P. Jasmer/J. Spreemann
Im Lindetal-Center wird gewerkelt und gebaut - so auch am neuen Eingangsbereich, in dessen Nähe das Fitnessstudio in diesen Tagen eröffnet. Die Eigentümer des Lindetal-Centers erhoffen sich durch Investionen auch einen Anstieg der Kundenzahlen.[KT_CREDIT] FOTOs: P. Jasmer/J. Spreemann

Von unseren Redaktionsmitgliedern
J. Spreemann und P. Jasmer

Die Buchhandlung Hugendubel hat im Lindetal-Center ihre Pforten geschlossen. Auch die Sparkasse zieht 2013 aus und setzt auf einen Neubau. Trotz dieser schlechten Nachrichten investiert der Eigentümer des Zentrums in Baumaßnahmen.

Neubrandenburg.Attraktiver sollte es werden, das Lindetal-Center. Dieses Ziel
hat sich die Futura Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH aus Leipzig seit drei Jahren als neue Eigentümerin zum Ziel gesetzt.
Maarten Koorn vom Futura-Management bedauert die Schließung des Buchhändlers Hugendubel und den angekündigten Auszug der Sparkasse, wie er auf Nachfrage sagt. Nichtsdestotrotz zeigt er aber „auch positive Entwicklungen“ auf, die mit der gesteigerten Attraktivität des Centers einhergehen sollen. Nicht zuletzt hätte sich schließlich die Kundenfrequenz seit 2010 „leicht verbessert“.
Seit der Übernahme des Centers seien zudem einige Mietbereiche renoviert, Eingangstüren automatisiert beziehungsweise erneuert, die Dachterrasse neu gepflastert, Kundentoiletten erneuert und ein Kinderklub im Center eröffnet worden. Und ganz aktuell werde die ehemalige Rewe-Fläche umgebaut. „Auf dieser Fläche werden neue Mietbereiche hergerichtet und, besonders wichtig: Die Mall wird nach hinten gezogen und dort wird eine neuer Eingangsbereich realisiert“, verdeutlicht Koorn die neuen Maßnahmen, die einen Anschluss zum Lebensmittelmarkt und den Stellplätzen gegenüber herstellen sollen. Der neue Eingang soll Mitte April eröffnet werden.
Die kritische Mietsituation im Center, die von Bewohnern der Oststadt mitunter als stetig wachsender Leerstand empfunden wird, ist Maarten Koorn bewusst, wenn er sagt: „Mit 18000 Quadratmetern Verkaufsfläche wissen wir, dass eine Vollvermietung im heutigen Markt schwierig ist“. Aber: „Nicht unmöglich“.
So habe sich Intersport vergrößert und das Unternehmen Tedi habe sich langfristig als Mieter ans Center gebunden. Außerdem eröffne dieser Tage das neue Fitnessstudio mit – laut Maartens Aussage – 1200 bis 2000 Stammkunden, „die dann ihre Einkäufe im Lindetal-Center erledigen könnten“.
Dennoch zeigt sich das Futura-Management weiterhin emsig auf Händler-Suche, wenn Maarten Koorn sagt, dass noch ein Elektrofachmarkt, ein Getränkemarkt, ein Tierfachhandel, Kleidungsgeschäfte und Gastronomie-Anbieter gern gesehene Mieter sein würden. Potenzial und Fläche scheinen dafür demnach ausreichend vorhanden.
Maarten Koorn begründet die Entwicklungen rund ums Center mit dem Argument, dass es in der Stadt Neubrandenburg einfach zu viel Verkaufsfläche gebe. Und: „Die neuesten Entwicklungen, nach denen noch mehr Verkaufsflächen gebaut werden sollen, sind natürlich schlecht für uns“, urteilt er. Aus diesen Gründen seien auch einige große Mietinteressenten wieder weggefallen.
Lesen Sie exklusiv eine Reportage mit Stimmen von Kunden und Gewerbetreibenden aus dem Lindetal-Center auf der Seite 17.

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p.jasmer@nordkurier.de

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