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Luftis ziehen sich Gruselstoff rein

Undine Tschierschky, Gundula Engelhard, Gretje Toterburg und Zaira Corona (von links) suchen nach den besten Gruselgeschichten. [KT_CREDIT] FOTO: I. nehls
Undine Tschierschky, Gundula Engelhard, Gretje Toterburg und Zaira Corona (von links) suchen nach den besten Gruselgeschichten. [KT_CREDIT] FOTO: I. nehls

Von unserem Redaktionsmitglied
Ingmar Nehls

Eine Schülerjury sucht aus 90 Gruselgeschichten die besten drei aus. Diese werden zum Märchentag im Nordkurier veröffentlicht.

Neubrandenburg.Was macht eine gute Geschichte aus? „Sie muss spannend sein. Es sollte etwas unerwartetes passieren“, findet Undine Tschierschky. Die 16-jährige Gymnasiastin ist ein Lufti. Das sind Kinder und Jugendliche zwischen elf und 18 Jahren, die für die Mecklenburgische Literaturgesellschaft regelmäßig Kinderbücher bewerten und auch eigene Preise vergeben. Derzeit suchen die Luftis die beste Gruselgeschichte. 90 kleine Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind dem Aufruf „Kinder, lasst es gruseln!“ gefolgt.

Einige Geschichten als
zu gewalttätig aussortiert
Aus allen Einsendungen wurden jetzt 13 ausgewählt. Darunter sind auch die drei Siegergeschichten, die pünktlich zum 2. Neubrandenburger Märchentag am
27. April im Nordkurier veröffentlicht werden. Gewertet wird in drei Altersgruppen: bis 8 Jahre, von 9 bis 11 Jahren sowie die 12- und 13-Jährigen. Die Texte sollten maximal drei A 4-Seiten lang sein. Trotzdem ist das viel Lesestoff, durch den sich die Leseratten der Luftis jetzt durchfressen. Meist sind es Phantasiegestalten wie Gespenster oder Monster, die die Leser gruseln sollen. „Alle Geschichten sind anders“, sagt Zaira Corona, die schon eine Geschichte favorisiert, aber natürlich noch nichts verrät. Ein Punktesystem haben die Luftis nicht. Jeder liest alles und dann wird diskutiert bis man sich einigt.
Einige Geschichten wurden aussortiert, weil sie arg gewalttätig waren, sagt Gundula Engelhard, Geschäftsführerin der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft. „Gerade Jungs in einem bestimmten Alter reagieren sich beim Schreiben ab. Das Leid anderer ruft da eher Schadenfreude statt Mitgefühl hervor. Das gibt sich aber“, sagt die promovierte Literaturwissenschaftlerin.
Alle Kinder werden etwas gewinnen. Am Märchentag laden mehrere Orte in der Stadt bis zum Abend zu schauerlichen Lesungen, Rätseln und zum Gruselschminken ein.

Kontakt zum Autor
i.nehls@nordkurier.de

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