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Lümmelbänke für Jugendliche

Neubrandenburg.Ein bisschen verwundert zeigt sich Doris Schult von der Kommunalen Entwicklungsgesellschaft (KEG) von der Anfrage schon. „Zum Platz der Familie auf dem Datzeberg hatten wir bislang eigentlich noch keine Beschwerden“, reagierte sie auf die Nachfrage eines Neubrandenburgers. Er sei verwundert über einige Bänke auf diesem Platz. „Auf solchen Designerteilen kann doch keiner sitzen“, moniert der Anrufer. Ob denn die Stadt soviel Geld dafür ausgeben muss, frage er sich.
Die Gestaltung des Platzes sei mit den Datzebergern noch vor der Umgestaltung besprochen worden. Auch über den Standort des Denkmals sei damals gesprochen worden. Die „normalen“ Parkbänke seien vandalensicher. Wenn die Sitzgelegenheiten besprüht werden, können sie außerdem gut gereinigt werden. Hinter den so bezeichneten Designerbänken verberge sich ein spezielles Angebot für Jugendliche. „Solche Lümmelbänke stehen zum Beispiel unten am Sportplatz“, erläutert sie. Junge Leute sitzen gern statt auf den Sitzfläche auf der Banklehne. Dem trägt die besagte Lümmelbank Rechnung und verzichtet auf viel Schnickschnack. „Außerdem sind diese Bänke billiger als richtige Parkbänke.“ Immerhin kann man dort überhaupt sitzen.
Rund um das Klinikum in der Oststadt sei das nicht möglich, beklagt eine Anwohnerin. Regelmäßig fallen ihr dort Senioren auf, die sich auf ihre Rollatoren setzen. „Setzen müssen“, wie sie sagt, weil es keine Parkbänke gebe. Dirk Schwabe vom städtischen Immobilienmanagement verwies auf Nachfrage des Nordkurier auf eine Standortanalyse, die derzeit vorgenommen wird. Die soll zeigen, ob es in der Oststadt möglich oder sinnvoll ist, Bänke im Straßenraum aufzustellen. Die Anzahl der Parkbänke im Stadtbereich hält er insgesamt für ausreichend. „Subjektiv besteht oft das Gefühl, es sei nicht genügend“, sagt er.bg/dk

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