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Mehrmals quer durch die Stadt als Zeitvertreib

Beim „Dankeschön“-Fest kam René Gansewig (r.) mit den Mieterinnen Anita Holtz (l.) und Angelika Melzian (m.) ins Gespräch.  FOTO: Susann Moll
Beim „Dankeschön“-Fest kam René Gansewig (r.) mit den Mieterinnen Anita Holtz (l.) und Angelika Melzian (m.) ins Gespräch. FOTO: Susann Moll

VonSusan Moll

Für die erduldeten Strapazen beim Umbau dreier Wohnhäuser in der Robert-Koch-Staße gab‘s für die Mieter nun als Entschädigung ein Fest.

Neubrandenburg.„Wir haben Ihnen wirklich viel zugemutet“, gibt René Gansewig von der Neubrandenburger Wohnungsbaugenossenschaft (Neuwoba) zu. Jedoch sei nun alles überstanden und die drei Wohnblöcke in der Oststadt ein echter Blickfang geworden. Zur Entschädigung für die Strapazen im vergangenen Jahr veranstaltete die Neuwoba am Mittwoch ein Fest. So kamen die Mieter der Robert-Koch-Straße 19 bis 41 bei Musik und leckerem Essen zusammen.
Im vergangenen Jahr hatte die Neuwoba die drei WSB-70-Blöcke auf drei Etagen zurückbauen und modernisieren lassen, der Nordkurier berichtete. Das Besondere sei allerdings gewesen, dass die Mieter während der Arbeiten im Haus verblieben sind, erklärt René Gansewig. Um sieben Uhr mussten sie ihre Wohnungen verlassen, konnten aber abends wieder hinein. Den Tag über wurde den „Obdachlosen“ eine Ausweichwohnung angeboten. Jedoch nicht jeder nahm dieses Angebot an. Die Ideen sich die Zeit zu vertreiben waren ganz unterschiedlich. Anita Holtz hatte da einen ganz außergewöhnlichen Einfall: „Ich habe mir eine Monatskarte für den Stadtbus gekauft.“
So habe sie vom Bus aus die Stadt erkundet und sei hier und da ausgestiegen, um etwas einzukaufen. „Wenn ich auf Toilette musste, bin ich mal beim Arzt reingegangen“, erklärt sie und lacht. Oftmals habe Anita Holtz auch mit anderen Mietern des Hauses auf einer Bank gegenüber gesessen, von der aus sie das Baugeschehen beobachten konnten.
Angelika Melzian dagegen hat die Ausweichwohnung angenommen und lobt die Organisation der Neuwoba. „Es hat alles super geklappt. Es war zwar nur eine Einraumwohnung, aber der Platz hat für die Zeit auch gereicht.“

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s.moll@nordkurier.de

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