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Mit dänischen Wurzeln in der Stadt verankert

Mario Köcher (3.v.r.) erklärt Thomas Verch und Paul Krüger (von rechts), wie Bernd Kücken das Innenleben eines Fertigteils komplettiert, bevor es ausgegossen wird. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns
Mario Köcher (3.v.r.) erklärt Thomas Verch und Paul Krüger (von rechts), wie Bernd Kücken das Innenleben eines Fertigteils komplettiert, bevor es ausgegossen wird. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns

VonAnke Brauns

Für die meisten Leute ist es das Blähtonwerk, doch schon lange heißt der Betrieb in der Ihlenfelder Straße PRAEFA GmbH. Paul Krüger sah sich in dem wachsenden Betrieb um.

Neubrandenburg.Sie hätten zwar dänische Wurzeln, seien aber bekennende Neubrandenburger, betonte Angelika Teutloff, kaufmännische Leiterin der PRAEFA GmbH in der Ihlenfelder Straße, der Oberbürgermeister Paul Krüger am Mittwoch einen Besuch abstattete. Angelika Teutloffs Bemerkung kam nicht von ungefähr. Bei einer Runde des Wirtschaftsrates war es um die Wahrnehmung der Stadt gegangen, die oft viel schlechter sei als die tatsächliche wirtschaftliche Lage (der Nordkurier berichtete). „Das hat uns sehr bewegt“, sagte sie. Das Unternehmen wolle seinen Beitrag für eine gute Wahrnehmung leisten, beschäftige fast 70 Arbeitnehmer aus der Region. „Und wir werden aufstocken, es gibt viel zu tun“, sagte Thomas Ackermann, Leiter des technischen Büros.
Der große Schriftzug „Blähtonwerk“ am Gebäude des Unternehmens hat sich den meisten Neubrandenburgern eingeprägt. Mit dem Begriff PRAEFA GmbH können dagegen viele nichts anfangen, weiß Ackermann. Dabei trägt das Unternehmen den Namen schon seit 2005, als es in dänische Hand kam. Inhaltlich stimmt der Schriftzug aber nach wie vor. Hier werden Fertigteile, vor allem Wände und Decken, aus Leicht- und Normalbeton hergestellt. Von Neubrandenburg aus gehen sie in alle Ecken Deutschlands, nach Dänemark und Schweden, werden zu Ein- und Mehrfamilienhäusern, Pflegeheimen, Hotels oder auch mal einer Sicherungsverwahrung.
Paul Krüger, der regelmäßig Betriebe besucht – „von Webasto bis zum Ein-Mann-Karosseriebaubetrieb“, wie er sagte – wollte vor allem wissen, wie die Auftragslage in der Region aussieht. Aber hier kommen die PRAEFA-Fachleute nicht so oft zum Zug. Er wolle bei entsprechenden Terminen auf das ortsansässige Werk aufmerksam machen, versprach der OB. Er legte dem Unternehmen auch ans Herz, Lehrlinge auszubilden, um sich angesichts des Nachwuchsmangels gute Leute zu sichern. Fachlich, so Angelika Teutloff, sei die Ausbildung kein Problem, es gebe sehr erfahrene Kollegen. Es habe nur bisher niemand den Abschluss als Ausbilder. Aber das ändert sich vielleicht noch.

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